Ganz verschieden sind diese Geschichten, die sich alle um das selbe Thema drehen: nämlich: Liebe. Hach, wie originell! Aber das ist es in der Tat, denn Liebe hat schließlich derart viele Facetten. Und Doris Lessing beschäftigt sich mit sehr unterschiedlichen.
Sei es, dass es um Sex geht, oder um Liebe aus Gewohnheit, oder um zwei Lieben, die nur wegen einer wortlosen Liebschaft bestehen können; sei es, es geht um Wünsche oder ein Verlangen, das die Liebe gerade nicht erfüllen kann – hier werden verschiedenste Spielformen durchgenommen.

Ich mochte das Buch, aber es hat mich tatsächlich im Moment nicht neugierig gemacht auf mehr von Doris Lessing. Warum nicht? Diese Frau schreibt intellektuell (was sie ja wohl unbestreitbar auch ist), aber so fühlte ich mich aufgefordert, die Liebesgeschichten auch zu lesen: nämlich intellektuell. Und das macht nicht immer so viel Laune, ich glaube, das war’s, weswegen der Lesegenuss eher gering einzustufen war. Vielleicht lag es aber auch an dem Kontrast zu meiner Harry-Potter-Lektüre davor…

Mal sehen, nach welcher Lektüre ich heute Abend greife. Ganz sicher kann ich mir da nicht sein (und ich gehe schon in ca. 2 Stunden ins Bett)…