‘Johnny English – Jetzt erst recht’ – Film von Oliver Parker mit Rowan Atkinson
31. Oktober 2011
Es hat sich ja nun so eingebürgert, dass wir am Geburtstag unseres Sohnes ins Kino gehen. Und da war es natürlich klar, welchen Film er sich ausgesucht hat…
Ein gleichaltriger Kumpel kam auch noch mit, und die beiden Jungs hatten wirklich einen riesigen Spaß an diesem klamaukigen Film – und ich auch. Wir haben alle herzhaft gelacht über diesen obertrotteligen Johnny English, und insofern war es ein gelungener Kinonachmittag.
Ich fand es trotzdem bemerkenswert, dass sogar den beiden 10jährigen Kindern die dramaturgischen Schwächen durchaus aufgefallen sind. Rowan Atkinson allerdings muss natürlich nur mal kurz sein Gesicht hinhalten, und dann ist die Stimmung wieder da. Aber dennoch. Ganz stimmig ist der Film also schon mal vom Drehbuch her nicht.
Ich als Gewalt-im-Film-Gegnerin hatte natürlich auch noch andere Einwände gegen den Film, vor allem, als Johnny Englishs Gegenspieler in einer Gondel sitzt und Johnny English zwar versehentlich, aber trotzdem, eine Bombe auslöste, die die Gondel traf, woraufhin sie in Flammen aufging. 10jährige stören sich an so etwas ja nicht. Aber ich. Ich finde es ganz schrecklich, jungen Leuten solche Szenen vorzusetzen, auch wenn sie noch so lustig verpackt sind. Tatsächlich hätte in dieser Szene ein weitaus weniger drastischer Ausgang durchaus ebenso witzig sein können. Völlig unnötig, und in diesem Falle war die Geschmacklosigkeit, die ja ansonsten die Lachmuskulatur des Publikums trainierte, leider gar nicht witzig. Aber das sage ich, die sich immer über unnötige Gewaltdarstellungen aufregt.
Übrigens finde ich Bestätigung durch die Hirnforschung. Untersuchungen haben eindeutig ergeben, dass Darstellungen von Gewalt im menschlichen Gehirn gespeichert werden als eine mögliche Handlungsweise. Je mehr Kinder im Fernsehen oder anderen Medien Gewalt sehen, um so gewaltbereiter werden sie auch.
Ein Grund mehr, den Medienkonsum der Kinder nicht zu übertreiben. Mein Sohn interessiert sich zum Glück nicht sonderlich fürs Fernsehen. Aber auch Computerspiele tun letztendlich nicht gut (und die liebt er). Ich mag vielleicht eng sein mit meinem Gebot ‚eine halbe Stunde am Tag’, aber was soll’s. Es gibt auch andere schöne Sachen, mit denen man sich beschäftigen kann.
21. Dezember 2011 at 22:50
[...] intelligente Ideen. So macht Kino auf jeden Fall Spaß! Ich fand ihn auch kindertauglicher als Johnny English, z.B., nicht zuletzt, weil die Szenen durch das Comic insgesamt entschärft [...]