‚Krabat’ – Roman von Otfried Preußler

Veröffentlicht: 28. Juli 2010 in Bücher, Kinderkultur, Kultur, Literatur

Krabat kannte ich nicht, wohl aber Otfried Preußler. Seine ‚Kleine Hexe’ ist eines meiner ersten Bücher, die ich gelesen habe, und unvergessen. ‚Den kleinen Wassermann’ kenne ich durch meinen Sohn, der die Hörfassung hat. Und nun habe ich ihm ‚Krabat’ vorgelesen.
Der Roman ist wahnsinnig düster. Die ganze Stimmung ist unheimlich und mysteriös und dabei eindrucksvoll geschildert. Die ganze Geschichte ist so dicht erzählt, ja, das finde ich richtig, dass dieser Roman den deutschen Jugendbuchpreis (1972) bekommen hat!
Trotz des düsteren Themas war mein Sohn ebenfalls total gefesselt und folgte der Handlung beinahe atemlos, hörte besser zu, als ich vorlas, denn das Muster hat er nicht nur sofort erfasst, ihm war auch schon am Anfang des dritten Jahres (und dritten Abschnitt des Buches) klar, wer am Ende das nächste Opfer der Regel nach sein müsste (das hat mich wirklich beeindruckt, ich habe das nämlich nicht so schnell erkannt).
Besonders gut hat mir gefallen, dass Krabat sich dem Zauber des Meisters mittels Schulung seines eigenen Willens zu widersetzen gedachte, wozu er hart trainieren musste, dabei aber auf keinen Fall auffallen durfte. Das hat mich beeindruckt.
Ach, den Film (mit David Kross und Daniel Brühl, um nur einige Namen der Schauspieler zu nennen) würde ich auch gerne sehen! Aber der hat ja die FSK bei 12 Jahren, da muss ich warten, bis ich ihn mir mit meinem Sohn zusammen angucken kann!

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Kommentare
  1. excanwahn sagt:

    Gut, Geschmack ist eigensinnig, aber wenn ich eine Empfehlung aussprechen darf: Beim Buch bleiben.

    Der Film kommt nicht mal annährend an das Original mit seinem vielen kleinen, aber bedeutsamen Nebenhandlungen heran.

    Ich les´ den Krabat seit bald 40 Jahren, immer mal wieder. Es ist „das“ Buch vom Erwachsenwerden und Erwachsensein. Der Weg aus den juvenilen Allmachtsphantasien hin zur Akzeptanz der eigenen Verletzlich- und Endlichkeit, vor allem aber zur Verantwortung für jemand anderen.

    • kutabu sagt:

      Eigentlich ist es mir auch sympathisch, wenn das Buch besser ist als der Film, und ich habe dies ausnahmslos so empfunden. Neugierig bleibe ich aber weiterhin auf den Film, aber danke für die Warnung!

  2. Ich liebe dieses Buch sehr und habe es seit meiner Schulzeit sicher auch noch 5 weitere Male gelesen. Ich erinnere mich, wie meine Kunstlehrerin es uns in der 1. Klasse vorlas und wir alle darüber fast das malen vergaßen, weil es so spannend war. Aus heutiger Sicht würde ich es wohl nicht unbedingt sechs- und siebenjährigen vorlesen 😉

    • kutabu sagt:

      Naja, wenigstens bist Du Fan des Buches geblieben 🙂 . Mein Sohn ist 8 Jahre, und was Film und Fernsehen angeht, nicht sehr erfahren und auch schnell ängstlich. Aber dieses Buch konnte er aushalten (ich hätte es aber wohl nicht vorgelesen, wenn ich es selbst gekannt hätte).
      Mit dem Film werde ich aber auf jeden Fall warten.

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