‚Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger‘ – Film von Ang Lee

Veröffentlicht: 20. Januar 2013 in Filme, Kino, Kultur

Wenn mir der Film nicht wärmstens empfohlen worden wäre, hätte ich ihn wohl nicht geguckt. Aber diese Empfehlung, und natürlich der Name Ang Lee, der ja schon so etwas wie ein Garant für einen guten Film ist sowie der Wunsch meines Sohnes, den Film sehen zu wollen, stimmten mich um. Zum Glück!

Denn dieser Film ist mal wieder ein wahres cineastisches Kinoerlebnis, und der 3D-Effekt kam superklasse. Ich bin noch immer nicht davon überzeugt, dass ein Film besser wird durch 3D. Aber wenn er schon sehr gut ist, ist 3D dann vielleicht das Tüpfelchen auf dem i.

Die Handlung, und das wovon der Film handelt, sind hier zwei verschiedene Dinge. Denn dass ein junger Mann bei dem Schiffstransport des Zoos seines Vaters Schiffbruch erleidet, und auf dem Rettungsboot ausgerechnet der Tiger namens Richard Parker ebenfalls landet, und wie die beiden miteinander auskommen (oder auch nicht), ist die Handlung. Die andere ist die nach der Frage nach Gott. Pi hatte sich schon als Kind mit den verschiedenen Religionen vertraut gemacht, doch dieses Schiffsunglück lässt ihn noch einmal eine ganz andere Begegnung mit Gott erleben. Das ist anrührend und auch bewegend.

Pi schafft den Balanceakt zwischen sich selbst am Leben zu erhalten und zudem den Tiger, den er aber auch braucht: Ohne die ständige Angst, ohne diese nötige, ständige Wachheit hätte Pi auf dem offenen Meer nicht die über 200 Tage überleben können. Das Gleiche gilt natürlich für den Tiger. Und natürlich kommt die Frage auf, weswegen er es überhaupt geschafft hat. Vielleicht, weil Pi sich irgendwann entschließt, sich in gewisser Weise eben doch aufzugeben und sein Leben und Schicksal in Gottes Hand zu legen?

Dazu diese ebenfalls anrührenden phantastische Bilder vom Meer, von Pis Phantasien: es ist nicht nur das Meer selbst mit seinen Lebewesen, oder das Lichtspiel; es ist auch das Meer der Phantasie, das sich ständig wandelt und wechselt, was auf andere Weise berührend und dazu ästhetisch ist.
Ein Film zum Schwelgen, unbedingt!

Und weil mir das Buch ebenfalls empfohlen wurde, habe ich mir nun auch das vorgenommen.

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