‚Flight‘ – Film von Robert Zemeckis

Veröffentlicht: 27. Januar 2013 in Filme, Kino, Kultur

Es gibt Filmszenen, die bleiben unvergessen. Und in diesem Film gibt es eine, die wird bestimmt in die Filmgeschichte eingehen: Es ist dieser unglaubliche Flugzeugabsturz, der am Ende trotz (oder wegen) des sternhagelvollen Piloten glimpflich endet. Das war wirklich wahnsinnig gut gemacht. Allerdings muss man warnen: Leute mit Flugangst werden sich nach diesem Film noch weniger gern in einen Flieger begeben als vorher.

Ob solch eine Bruchlandung, in dem das Flugzeug streckenweise umgedreht fliegt, wirklich möglich wäre, habe ich bei meinen Recherchen nicht herausbekommen, vermutlich nicht. Eine Parallele zu einem Flugzeugabsturz 2001, in dem ein Pilot den längsten Gleitflug ever hingelegt hat, um die Mitreisenden zu retten, ist denkbar. Aber dass er das Flugzeug umgedreht hat, weiß ich nicht, glaube ich nicht. Tja, und natürlich erinnert man sich auch gern zurück an die Notlandung auf dem Hudson River 2009, ja das war was!

Der Rest ist ein einziges Besäufnis bzw. das Tagebuch eines Trinkers. Seine Versuche, mit dem Trinken aufzuhören, scheitern ziemlich schnell. Die Angebote aus seinem Umfeld, ihm zu helfen, bleiben ungehört, und, klar, dieser Suchtkranke lügt sich in die eigene Tasche, was natürlich eine Begleiterscheinung der Sucht ist.
Aber dann erscheint sein Gewissen, und das lässt sich am Ende nicht belügen.

Der Film war durchaus spannend, vor allem der Anfang. Danach verliert er sich ein wenig in den Klischees, hat man alles schon oft gesehen. Und wie schon beim Buch von Ken Bruen bin ich auch diesmal nicht ganz sicher, ob mich das Zeigen der Versuche, von der Flasche wegzukommen, wirklich abendfüllend fesseln.

Allerdings fand ich gut, dass dieser amerikanische Spielfilm – und ich bin ja nicht unbedingt ein überzeugter Fan von Hollywood – letztendlich beim Thema geblieben ist und eigentlich auch nicht weiter rührselig. Ein wenig aber doch, aber es war auszuhalten. Ich denke, der Alkoholismus ist nicht beschönt worden. Im Grunde genommen ist es ein recht prosaischer Film mit einem happy end, das aber nicht verräterisch falsch daherkommt.

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