Mein März 2013

Veröffentlicht: 31. März 2013 in Ausstellungen, Bücher, Filme, Kinderkultur, Kino, Kultur, Kunst, Literatur, Musik, Theater/Oper

Ohje. Der April ist schon sooo weit fortgeschritten, und ich habe meinen März noch nicht einmal dokumentiert. Wie kommt das? Krank bin ich nicht, wenn man von diesen in meinem Augen vollkommen überflüssigen Migräneattacken absieht, die mich allerdings jeden Monat ein paar Tage quälen. Beschäftigt bin ich immer, das ist nun wirklich nichts Neues. Lust? Nach fünf Jahren oder mehr sind sicherlich auch mal Ermüdungserscheinungen ein Grund für unregelmäßige Pflege. Aber da ich ja nu auch nicht will, das ich jedesmal im Kopf überlegen muss, ob ich dieunddie kulturelle Veranstaltung nicht besuche, weil ich mit dem Blogschreiben nicht hinterherkomme, folgt er nun: Der Befreiungsschlag!

Meine Beschäftigungen ab Ende Februar bis Ende März im Einzelnen:

‚Kriegen das eigentlich alle?‘ Sachbuch von Antje Helms und Jan von Holleben:

Buch

Buch „Kriegen das eigentlich alle?“ Bildquelle: Thienemann.de

Mein Sohn ist ja erst 11 Jahre, und nichts sehnlicher wünscht er sich, als endlich in die Pubertät zu kommen – wenn der wüsste, wie ätzend das ist!! Nun gut, aber so lange man nicht 30 Jahre alt ist, wünscht man sich ja wohl doch meistens, älter und reifer zu werden (während ich wahnsinnig gern nochmal 30 wäre ;-), aber das tut nichts zur Sache). Und durch dieses Buch, das ich mir natürlich auch durchgelesen habe, ist er nun auch ganz gut informiert über das, was so abgeht. Das Buch gibt Antworten auf die brennendsten Fragen und wird vielleicht helfen, sich selbst besser zu verstehen. Die witzigen und phantasievollen Bilder vom Erwachsenwerden sind dann auch noch insofern geschickt, als dass sie vielleicht auch den Nichtleser hinterm Ofen vorlocken. Also, ich fand es ganz klasse und sehr hilfreich. Und hoffe, dass es hilft, den alltäglichen Kampf mit den Hormonen in der Pubertät nicht ganz so dramatisch verlaufen zu lassen.

– ‚Willkommen in Wellville‚ – Film von Alan Parker:
Dieser uralte Film von 1994 wollte unbedingt mal wieder geguckt werden, denn zu witzig ist die Verfilmung des gleichnamigen Buches von T.C. Boyle… Und er hat nochmal Spaß gemacht, sich in die Welt der vermeintlich gesunden Anwendungen unter Vermeidung sexueller Aktivitäten zu begeben. Das allein ist schon eine Lachtherapie und hat uns unbedingt gute Laune gemacht.

– ‚Pixar- 25 Years Of Animation‚ – Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg:
pixar
Hier konnten wir noch einmal all den Trickfilmstars dieser wunderbaren Pixar-Filme begegnen. Ich bin eigentlich nicht in jedem Falle ein Fan der Filme, aber es gibt einige Highlights wie ‚Cars I‚, ‚Ratatouille‚ oder ‚Oben‚, die ich sehr gemocht habe. Es war schön hier nochmal einen Überblick der letzten 25 Pixar-Jahre zu erhalten, und es gibt noch so einige Lücken, die es zu füllen gibt. Die Ausstellung war so vielseitig, dass sie zum Einen viele Szenenbilder zeigte, aber auch erklärte, wie ein Trickfilm gemacht wird, und es gibt auch einen kurzen, fantastischen 3-D-Film, der einen Streifzug durch die Filme machte. Also das war schön, und wir haben die Ausstellung sehr genossen.

– Dann haben wir noch einen alten Film gesehen, den mein Schatz noch gar nicht kannte: ‚Der Club der toten Dichter‚ von Peter Weir – auch dies ist ein ganz großes und poetisches Kino, von 1998, mit Robin Williams als einen ganz besonderen Lehrer. Ich sage nur: ‚Oh Captain, mein Captain!‘ und meine damit, dass es für uns ein wunderbarer DVD-Abend war.

– Für ‚Die phantastische Welt von Oz‚ (Film von Sam Raimi) sind wir denn aber ins Kino gestiefelt. Das war schon ein nettes buntes Filmchen mit hübschem 3D-Effekt, aber ich finde nicht, dass der nun so besonders war. Für einen Nachmittag bei klirrender Kälte hat er allerdings getaugt.

– Gelesen habe ich natürlich auch: aber für ‚Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand‚ von Jonas Jonasson hatte ich ehrlich gesagt nicht allzu viel übrig. Die Idee war auf jeden Fall ziemlich witzig: Die Vergangenheit eines Uralten, nämlich 100jährigem, wird aufgerollt, und diese Vergangenheit hat es in sich, denn Allan hat in seinem Leben an den wichtigsten Begebenheiten des Weltgeschehens teilgenommen. Als Bombenexperte war er ein gefragter Mann, und er hat den Mächtigen der Welt, egal welche politische Ausrichtung sie hatten, zur Bombe verholfen. Das war natürlich hanebüchend, wenn auch interessant. Das Ganze hat mich in dem naiven Grundtenor an ‚Forrest Gump‚ erinnert, denn auch Allan hat politische Gegebenheiten ignoriert und ist ganz unbedarft von einer Katastrophe in die nächste gestolpert. Jaja, das war lustig, irgendwie. Andererseits steckt in der Geschichte auch etwas Bitteres, wie ich fand: Durch seine Naivität wurde die fiktive Figur von den Mächtigen letztendlich instrumentalisiert. Womit wir bei der echten Geschichte sind, denn das hatten und haben wir ja heute immer noch…
Ich weiß nicht, ich mochte dieses Buch nicht allzu sehr, aber aus Gründen der Gründlichkeit konnte ich es auch nicht aus der Hand legen. Und ab der Hälfte, hat es mir denn auch ein wenig Spaß gemacht, diesem ‚Roadmovie‘, denn das Buch handelt ebenso von den Geschehnissen, die Allan auf seiner Flucht aus dem Altersheim erlebt, zu folgen.

– Auf unserem roten Sofa wurde ‚Per Anhalter durch die Galaxis‚ von Douglas Adams gelesen. Mein Sohn fand großen Gefallen an dem Buch, bei uns Erwachsenen machte sich eher Zurückhaltung breit. Die Einfälle sind auf jeden Fall ziemlich witzig, aber irgendwie empfand ich das Buch gleichzeitig als mühsam und langatmig. Weswegen eigentlich nur einer für Lesen der Fortsetzung gestimmt hat, was mehrheitsmäßig nicht gereicht hat…

– Auf einer DVD, die ich mal bei Aldi erstanden habe, habe ich mir mit meinem Sohn ‚Die Zauberflöte‘ angeschaut, in einer Inszenierung von John Cox mit einem wunderbaren Bühnenbild von David Hockney. Es ist wohl eine Inszenierung von 1991 im Metropolitan Opera House. Also, die Inszenierung ist ganz wunderbar, und Hockneys Bühnenbild beeindruckend. Alle Sänger haben ihre Sache ganz fabelhaft gemacht. Oh, es gibt so viele Stellen in dieser Oper, die ich ja gut kenne und die ich über alles liebe…. Nur den Kostümbildner würde ich verhaften. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das auch David Hockney verbrochen hat, aber die Kostüme passten so gar nicht zum Gesamtbild und waren stinkend phantasielos. Dennoch insgesamt war es ein Genuss, und mein Sohn fand’s auch schön. Hier ein Einblick in Hockneys Arbeit an der Zaubeflöte, und ich fürchte, die Kostüme sind doch von ihm…

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