‚Nachtzug nach Lissabon‘ – Film von Bille August

Veröffentlicht: 22. April 2013 in Filme, Kino, Kultur

Das Buch von Pascal Mercier hatte mir ja damals gut gefallen, bis auf vielleicht der Geschichte mit der Telefonnummer auf der Stirn. Der Film hat diese Szene ignoriert, aber nicht nur deswegen war es ein gelungener Kinoabend.

Jeremy Irons in 'Nachtzug nach Lissabon' - Quelle: Filmstarts.de

Jeremy Irons in ‚Nachtzug nach Lissabon‘ – Quelle: Filmstarts.de

Vieles schien mir im Film noch verdichteter, als im Buch, was dem Stoff sehr gut bekommt, wie ich finde. Jeremy Irons kann auch den in die Jahre gekommenen, dennoch lebenshungrigen Intellektuellen wirklich gut verkörpern, hat er hier auch wieder toll gemacht. Dennoch ließen sich nicht alle dramaturgischen Schwächen ausbügeln, so fand meine Freundin noch mehr als ich die Handlung teilweise sehr konstruiert. Was aber hier wie auch im Buch sehr gelungen war, war dieses Nachspüren nach der Persönlichkeit des Arztes Amadeu de Prado, der seine Gedanken in dem kleinen Büchlein so brillant zusammengfeasst hat, das dem Professor dort in die Finger fiel und ihn zum sofortigen Aufbruch veranlasste.

Das ist auch eines der heikleren Themen: das Ausbrechen aus Altbekanntem, auf zu neuen Ufern, dem Abenteuer entgegen, sei es auch noch so intellektuell. Ich fand es klasse.
Die Bilder waren ebenfalls wunderschön, man bekommt ja selbst Lust, sofort aufzubrechen, einzusteigen in einen Nachtzug und sich der Stadt, dem Leben, den Gedanken hinzugeben.
Ich habe den Film sehr gemocht.

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