‚Zu viel Glück‘ – Erzählungen von Alice Munroe

Veröffentlicht: 5. März 2014 in Bücher, Kultur, Literatur

Ich kannte noch nicht einmal den Namen dieser Autorin, bevor sie den Nobelpreis bekam – höchste Zeit also, das zu ändern!

Ihre Erzählungen sind toll geschrieben, aber nicht immer so einfach zu verstehen. Denn sie sind sozusagen offen: ihr Ende ist ungewiss, oder auch Ereignisse und Handlungsweisen sind locker aneinander geknüpft ohne genau zu erklären, warum sie miteinander in Bezug gesetzt werden. Die Figuren sind schwer durchschaubar, und es ist auch nicht einfach, die Geschichten miteinander in Verbindung zu setzen, denn sie sind ziemlich unterschiedlich. Vielleicht ist die eine Erzählung eine surrealistische Studie (‚Der Grat von Wenlock’), während eine andere vielmehr den menschlichen Beweggründen in ihren Handlungen nachspüren (‚Dimensionen’) oder lange Verdrängtes wieder auf den Plan rufen, in ganz unterschiedlichen Schweregraden (leicht: ‚Kindertotenlieder‘, schwer: ‚Kinderspiel‘). Ich konnte nicht mit allen Geschichten etwas oder gar gleich viel anfangen. Manche habe ich vielleicht einfach nicht verstanden, auch der Sinn der Titelgeschichte hat sich mir nicht wirklich erschlossen.

Vielleicht suche ich beim Lesen zu sehr nach dem Hintersinn des Ganzen, und wenn sich dies nicht so bald einstellt, suche und taste ich, und kann mich nicht voll und ganz auf das Geschriebene konzentrieren. Das fand ich nicht so einfach. Nicht alle Erzählungen sprachen zu mir, aber einige davon gingen dann doch ganz schön unter die Haut.

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