Homekino im März Teil 2: Vier Filme von Wes Anderson

Veröffentlicht: 30. März 2014 in Filme, Kultur

Ich habe es ja schon neulich angedeutet, dass mein Schatz all die Filme auf DVD besorgt hat, die er von Wes Anderson kriegen konnte. Es wurde vier genussvolle Filmabende! 

Die Royal Tenenbaums

‚Die Royal Tenenbaums‘ handelt von einer Familie, deren Oberhaupt nach langer Zeit zu seiner Familie mit den mittlerweile erwachsenen Kindern zurückkommt, weil er – pleite ist… Seine Frau, die mittlerweile anderweitig liiert ist, aber auch seine Kinder nehmen ihn nicht gerade gnädig auf. Doch da sie alle an den eigenen und den Unzulänglichkeiten der anderen zu knabbern haben, brauchen sie ihn und sich gegenseitig eben doch. Blut ist dann eben doch dicker als Wasser… Es ist bei aller Tragikomik ein phantasievoller Film, leicht wie eine Feder und schwer wie Blei.

Die Royal Tenebaums… Quelle: Filmstarts.de

Moonrise Kingdom

Diesen Film haben wir erst letzten Juni im Kino gesehen, aber das ist einer der Filme, die man vielleicht niemals oft genug sehen kann. Die Flucht der beiden Kinder, die vielleicht mit ihrem Erwachsenwerden, vielleicht aber auch mit dem Zerren und Wollen und Nichtwollen der Erwachsenen um sie herum im Klinsch liegen, oder eben beides – war auch beim zweiten Anschauen rührend und überwältigend, witzig und tragisch. Es ist mein Lieblingsfilm von Wes Anderson!

Der fabelhafte Mr. Fox

Dieser Film, der mit Puppen gedreht wurde (die Sprecher der Originalfassung sind aber wieder die ‘Üblichen Verdächtigen’, die bei allen oder doch bei vielen Anderson-Filmen mitwirken, ist dennoch ganz deutlich wieder eine gelungene Produktion von Wes Anderson. Die Gestalten sind ebenfalls sehr eigen, die Geschichte etwas skuril (es ist eine Verfilmung des gleichnamigens Romans von Roald Dahl), und die Szenen laufen über vor Phantasie. Wir mochten den Film sehr.

Rushmore

Ein hochbegabter Schüler, dessen Begabung sich jedoch weniger in seinen Noten wiederspiegelt, sondern vielmehr durch Vielseitigkeit, verliebt sich in seine Lehrerin. Das geht natürlich nicht gut und bringt Verwicklungen und Missverständnisse mit sich, die aufzuklären schon einen (diesen) Film füllen. War ganz sicher ein sehenswerter Film. Wo könnte man sonst eine Schüleraufführung von einem Stück sehen, das mitten im Vietnamkrieg spielt und die Zuschauer im wahrsten Sinne des Wortes berührt? 

Wes Anderson ist ein toller Filmemacher, so viel steht fest. Er muss die Gabe haben, am Set für ein tolles Klima zu sorgen, denn so, wie fast immer die selben Schauspieler auftauchen, muss es ein tolles Vergnügen sein, in seinen Filmen mitzuwirken. Die Spielfreude, die die Schauspieler entwickeln, ist jedenfalls eine der Qualitätseigenschaften dieser luftig-lustig—leichten Filme im Angesicht der menschlichen Abgründe.

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