Fünf Juli-Filme vom Sofa aus

Veröffentlicht: 30. Juli 2014 in Filme, Kultur

Es war mal wieder ein buntes Programm, deren Gestaltung die deutliche Handschrift eines 12jährigen Jungen trägt – was aber nicht unbedingt was Schlechtes ist…

‚Eins-Zwei-Drei‘ – Film von Billy Wilder

Nachdem wir im Mai die schöne Stadt Berlin aufgesucht und auch die Gedenkstätte der Berliner Mauer in der Bernauer Straße besucht haben (http://www.berliner-mauer-gedenkstaette.de/de/), fiel mir dieser verrückte Film wieder ein, über den die Menschen nach Erscheinen des Filmes 1961 erstmal nichts zu lachen fanden – zu tief saß der Schmerz und die Angst nach dem Mauerbau. Verständlich. Doch mit Abstand ist es natürlich durchaus ein irrwitzig komischer Film, allerdings auch nur dann, wenn man über die sonstigen politischen Konstellationen zu der Zeit einigermaßen Bescheid weiß. Heißt: Mein Schatz und ich haben uns prächtig amüsiert, während ein Teil des Witzes für unseren Sohn nicht verständlich war. Trotzdem hatte der Film durchaus auch Ebenen zu bieten, über die man einfach so ablachen kann.

‚(T)Raumschiff Surprise‘ – Film von Michale ‚Bully‘ Herbig

Nein – ich wollte diese Filmparodie auf Science-Fiction-Filme – allen voran auf meine geliebten Raumschiff-Enterprise-Filme – eigentlich nicht wirklich sehen, ich fand den Film zwar tatsächlich unglaublich albern, es gab aber dennoch einige Dinge, die ich, um es mit Spock auszudrücken ‚faszinierend’ fand: So ist natürlich der berüchtigte Song um das ‚Space Taxi’ ein derartiger Klamauk, aber in seiner Albernheit und Komik birgt es, wie ich finde, dennoch ganz geniale Züge. Ich kenne Stefan Raab (Komponist vom Space Taxi) ja eigentlich nicht wirklich (obwohl er mir beim vorletzten Song-Kontest als Moderator und Interpret von Lenas Hit ‚Satellite’ sehr positiv aufgefallen ist), dafür gucke ich ja einfach zu wenig fern, eigentlich so gut wie gar nicht (aber wie gesagt, Ausnahmen bestätigen die Regel, ich bin ja auch nicht dogmatisch), aber der Mann hat Talent, auch das Talent zu ausgelassenster Albernheit – und mit dieser Art von Spiel kann ich – in Maßen – dann doch wieder was anfangen. Michael ‚Bully’ Herbig ist da auch so eine Knallcharge erster Güteklasse.

Was mich dazu dann noch sehr faszinierte, ist, dass der Film voller Anspielungen und Filmzitaten steckte, so dass nicht davon die Rede sein kann, dass es sich um hirnlosen Blödsinn handelt (und das trotz der Mitwirkung von Til Schweiger, mit dem ich noch nie etwas anfangen konnte und dessen Filme ich bislang mied – vielleicht ja ein Fehler).

Nein, da waren Könner und Künstler am Werk. Und weil es so schön war: hier das Space Taxi (mit Vorlauf, in dem schon so einige Filmzitate stecken) zum Nochmalspielen:

 ‚Das Leben des Brian‘ – Film von Monty Python

Vom Prinzip habe ich ja gar nichts gegen Monty-Python-Filme, aber dieser hier war mir dann doch einfach etwas zu albern. Vielleicht sind meine Lachmuskeln aber auch schon durch den letzten Film etwas ausgeleiert… Ich hätte mir den Film vermutlich nicht aus eigenem Antrieb heraus angesehen, aber mein Sohn bestand darauf. Aber, sorry, auch wenn ich ‚Den Sinn des Lebens‘ großartig finde, ging mir dieser Film bis auf einige wenige Szenen doch einfach ab. Ist eben nicht mein Humor. 

  ‚The Blues Brothers‘ – Film von John Landis

Auch diesen Film zu gucken war nicht meine Idee! Doch der hatte wirklich was… Vielleicht ist die Handlung ein wenig zu sehr an den Haaren herbeigezogen, vielleicht nicht nur die Handlung, sondern auch die meisten Szenen, aber der Film lebt durch seine wunderbaren Gesangseinlagen gestandener Musiker – und das macht ihn zu etwas ganz Besonderem. Dennoch muss ich den Film nicht so bald wiedersehen. Erstmal reicht es mir!
‚Nemesis‘ (Star Trek 10) – Film von Stuart Laird

Und endlich fanden wir Zeit, auch den zehnten Star Trek-Film anzuschauen. Und er war spannend und packend, einerseits. Ich fand auch das Thema ganz interessant: Nämlich dass geklonte Wesen, so wie hier Captain Picard seinem geklonten alter ego gegenübersteht, durch eine ganz andere Biographie auch ganz andere Wertvorstellungen entwickeln. Es ist eben vieles, aber nicht alles Persönlichkeit. Naja. Ich habe noch keinen Ansatz gefunden, weiter über diesen Film zu reflektieren. Vielleicht kommt das ja später noch…

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