‚In time – deine Zeit läuft ab‘ – Film von Andrew Niccols

Veröffentlicht: 20. Juni 2015 in Filme, Kultur

Cillian Murphy als Timekeeper in ‚In time‘; Quelle: Filmstarts.de

Die Idee dieses Science Fiction Filmes ist schnell erzählt: Statt mit Geld wird mit Lebenszeit bezahlt. Ab dem 25. Lebensjahr bleibt das Äußere eines Menschen immer gleich, doch es gibt eine Uhr, die ihm gestattet, noch 1 Jahr zu leben. Die Zeit kann unbegrenzt verlängert werden, wenn man sich etwas Zeit dazuverdient, doch für jeden Kaffee, für Miete und Essen wird Lebenszeit abgezogen – Zeit ist Geld!

Die Welt ist in verschiedene Zeitzonen eingeteilt, deren Grenzüberschreitungen ebenfalls mit Lebenszeit bezahlt werden müssen. Somit ist es fast unmöglich, aus den Slums herauszukommen (wenn man in sie hineingeboren wurde), um, durch mehrere kostspielige Zeitzonen in die sündhaft teure Zeitzone New Greenwich zu kommen.
Dem Slumbewohner Will (Justin Timberlake) gelingt dies aber, nachdem ihm ein lebensmüder Reicher 100 Jahre geschenkt hat und ihn mit der Information versorgt hat, dass es eine Menge praktisch unsterblicher Menschen gibt, auf deren Kosten die Slumbewohner mit Lebenszeit kurz gehalten werden. Sozusagen die dritte Welt in Lebenszeit ausgedrückt…

Will versucht, diese Ungerechtigkeit aufzudecken, doch wird er von einem Timekeeper verfolgt, der meint, dass er nicht auf korrektem Weg zu seinen 100 Jahren gekommen ist… Und dies ist letztendlich auch nur ein Cop, der zum Spielball der Reichen wurde, was sich einzugestehen jedoch für ihn nicht möglich ist.

Eine interessante Perspektive, finde ich, erst recht, da es in diesem Film natürlich vor lauter 25jährigen knackigen schönen Leuten nur so wimmelt – einem Schönheitsideal, von dem wir schließlich auch heute nicht allzu weit entfernt sind.

Es passt ein wenig zu meiner momentanen Lektüre, denn ich bin mitten in Margeret Atwoods Mammutwerk um eine Zukunftsvision, die allerdings schlimmer nicht sein kann. Wobei dieser Film deutlich mehr Fantasyanteile hat als das Buch. Dennoch beschäftigt das Theme Unsterblichkeit auch viele Menschen, insofern ist es ein Gedankenspiel, das so abwegig nicht ist (wohl jedoch die Umsetzung in dem Film).

Sei’s drum. Ich hätte mir den Film ohne meinen Sohn vermulich nicht angeguckt. Hätte ich was versäumt? Doch, schon. Ein bisschen.

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