‚Das Licht der Phantasie‘ – Roman von Terry Pratchett

Veröffentlicht: 28. Juni 2015 in Bücher, Kultur, Literatur

Dies ist nun der zweite Teil von den Scheibenweltromanen um Zauberer Rincewind und Tourist Zweiblum. Und für mich auch erstmal der letzte.

Ich weiß nicht, warum ich so vieles in diesem Roman nicht verstanden habe: Liegt es an dem eigenartigen Erzählstil von Terry Pratchett? Oder daran, dass das Buch nicht in Kapitel unterteilt ist, sondern in Abschnitte, gekennzeichnet durch Absätze, die aber die Handlungsstränge der verschiedenen Figuren trennen? Ist die Handlung wirklich so kompliziert? Oder ist es schlicht und ergreifend meine Unkonzentriertheit? Genau weiß ich es nicht, jedoch ging es meinem Schatz ähnlich. Insofern haben wir uns ein wenig beim Vorlesen durch das Buch gequält, wiewohl es doch auch immer wieder sehr witzige Momente gab…

Rincewind ist ja deshalb so ein lausiger Zauberer, weil sich einer der acht großen Zaubersprüche in seinem Kopf breitgemacht hat, was ihm als Zauberlehrling sowieso überhaupt nicht ansteht. Aber da der Zauberspruch jetzt nicht mehr in dem wichtigsten Buch der Scheibenwelt, dem Oktav, steht, da er ja in Rincewinds Kopf ist, ist Rincewind in der Krisensituation, in der sich die Scheibenwelt derzeit befindet, ein gefragter Mann. Denn um die Krise zu überwinden, müssten alle acht Zaubersprüche gemeinsam ausgesprochen werden. Und die Krise besteht in einem sich der Welt nähernden Stern, der die Welt immer stärker erwärmt. Es herrscht Weltuntergangsstimmung, und die Zauberer, im Grunde genommen alles Stümper, versuchen, sich der Gefahr zu stellen. Nur Rincewind versucht tenedenziell, jedem Konflikt aus dem Weg zu gehen, und der Tourist Zweiblum ist begeistert von allen Krisen, und wie man im letzten Moment der Gefahr doch immer wieder entflieht.

Ach, naja. Wie gesagt, stellenweise ist dies Buch wirklich sehr witzig, nur dass ich ständig den Faden verloren habe, hat mich einfach genervt.
Die Auflösung ist dann wieder eine ganz Erstaunliche, auch wirklich witzig…

In unserer Stadtbücherei haben wir dann sogar noch die Verfilmung der beiden ersten Bücher gefunden. Aber das war eine dermaßen grottenschlechte Verfilmung: Die witzigen Stellen haben sich überhaupt nicht als solche vermittelt, und der Rest wurde komplett verfälscht. Unsäglich! Sogar mein Sohn hatte dann keine Lust mehr, den zweiten Teil zu sehen!
Also, nee. Erstmal machen wir einen Haken hinter die Scheibenwelt. Ist nicht wirklich meins gewesen.

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