‚Das Jahr der Flut‘ – Roman von Margaret Atwood

Veröffentlicht: 29. Juni 2015 in Bücher, Kultur, Literatur

Zukunftsdystopie? Düsterstes Science Fiction? Irgendwas davon ist diese MaddAdam-Trilogie von Margaret Atwood. Dies ist der zweite Teil davon. In ‚Oryx und Crake‚ ging es um eine Dreierfreundschaft: die beiden Jungens gehören zu einer Gesellschaft, die in einem geschützten Bereich jenseits des wilden Plebslandes leben. Die Menschen werden allesamt kontrolliert und gelten im Grunde genommen nur etwas, so lange sie sich in den Reihen des Konsums bewegen. Fallen sie aus diesen festgefügten Maschen, werden sie wertlos und sich selbst überlassen, was in einer Welt, in der sich Naturkatasrophen und das zwischenmenschliche Chaos breitgemacht hat, lebensgefährlich ist. Glenn alias Crake, der Hochbegabte der beiden, hat eigene Pläne, die Welt in eine bestimmte Richtung zu lenken, während sein Freund Jimmy, später genannt Schneemensch, versucht, sich in dieser Welt zurechtzufinden und seiner Liebe zu Oryx, die auch die Geliebte von Crake ist, nachzugehen. Bis es zu einer Katastrophe kommt, deren Ausmaße jegliches Vorstellungsvermögen übersteigt… Dies war Thema des ersten Bandes.

In diesem zweiten Teil wird nun von einer Gruppe von Menschen erzählt, die sich innerhalb der chaotischen Plebswelt zu einer Art Sekte zusammengefunden hat und versucht, eine gewaltfreie und naturverbundene Utopie zu leben, was, da die Natur nachaltig zerstört wurde und die Menschen verroht sind, sich sehr schwierig gestaltet. Toby, die sich mit Kräutern ein wenig auskennt und bald einen festen Platz in der Gemeinschaft einnimmt, versucht in dem Zusammenhalt, die traumatischen Erinnerungen ihrer Jugend zu überwinden. Der Glaube an eine gute Welt ist ihr jedoch abhanden gekommen. Auch Ren, ein Mädchen, das von ihrer Familie verlassen wird und ihrer großen Liebe Jimmy (hier berühren sich die Schicksale aus dem ersten Band) nachtrauert, ist verlassen, findet jedoch den Weg zu den ‚Gottesgärtnern‘, so der Name der Sekte um Adam eins und Zeb, nicht zurück.

Später, nachdem die ‚wasserlose Flut‘, wie die Katastrophe genannt wird, die zur Vernichtung der Menschheit beitrug – es scheinen nur vereinzelt Menschen überlebt zu haben -, eingetreten ist, findet sie wenigstens zu Toby zurück, und gemeinsam suchen sie Amanda, eine Freundin zu Zeiten ihrer Gottesgärtner-Mitgliedschaft, und Zeb, der zweiten wichtigen Persönlichkeit innerhalb der Gemeinschaft.

Was diese Frauen erleben, wie durch sie die Plebsgesllschaft geschildert wird, beschreibt Margaret Atwood rasend spannend. Ihre Phantasie ist derartig überbordend, wewegen mich dies Buch trotz des entsetzlichen Themas fürchterlich gepackt hat. Irgendwie ist es schmerzhaft, diese grässlichen Geschichten zu lesen, jedoch auch tröstlich zu sehen, wie sich eine Handvoll Menschen nicht unterkriegen lässt in dieser kaputten Welt.

Jedenfalls musste ich nach Durchlesen dieses Buches sofort nach dem dritten Band greifen… Hier wird also nochmals von dieser Trilogie die Rede sein.

Advertisements
Kommentare
  1. Ich hab die ersten beiden Bände der Trilogie im Regal.
    Ich bin schon so gespannt darauf.

    LG, Katarina 🙂

    • kutabu sagt:

      Ja, es sind interessante Ansichten… aber zieh Dich warm an. Margaret Atwood schreibt zwar wirklich packend, das Thema aber hat es in sich…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s