‚Tribute von Panem‘ Teil 1 (2012) und 2 (2013) – Filme von Gary Ross und Francis Lawrence

Veröffentlicht: 1. Dezember 2015 in Filme, Kultur

Irgendwie ist dieser Kult an mir vorübergezogen, ich kenne die Bücher nicht, und auch von den Filmen hatte ich bislang nichts gehört. Eigentlich seltsam. Nun kam mein Sohn mit den DVDs der beiden ersten Filme an, und obwohl das eigentlich gar kein Stoff ist, der mich so richtig interessiert, haben mich die Filme tatsächlich in ihren Bann geschlagen.

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Den Medien vorgeführt, wider Willen… Filmszene mit Jennifer Lawrence und Stanley Tucci aus ‚Tribute von Panem, Teil 1; Bildquelle: Filmstarts.de

Es ist mal wieder eine Dystopie, die dort gezeigt wird: Die Menschen werden klein gehalten, sind beinahe versklavt. Wegen eines Aufstandes, der vor einem dreiviertel Jahrhundert stattgefunden hatte, hat die Regierung ein alljährlich sich wiederholendes Ritual eingeführt: Die sogenannten ‚Hungerspiele‘. Aus jedem der zwölf Destrikte werden zwei Jugendliche ausgewählt – sie werden ausgelost und sind verpflichtet, an den Spielen, in denen es um Leben und Tod geht, teilzunehmen: Nur einer wird den Austragungsort lebend verlassen. Alle anderen müssen sterben, entweder dadurch, dass andere Mitspieler sie umbringen, oder weil die Spieleleiter tödliche Gefahren einführen. Absolut pervers, doch es hält die Menschen klein, die angeblich diese Hungerspiele fiebernd mitverfolgen und ihre Lieblinge zudem in sehr geringem Umfang unterstützen können.

In den ersten beiden Filmen geht es um diese Hungerspiele, deren Regeln die Teilnehmer trotzig folgen, da sie ja wissen, dass die Chancen zu überleben, schlecht stehen.

Doch es geht um viel mehr: Es geht auch darum, sich vor den Zielen der Regierung nicht zu beugen, ihnen Widerstand entgegenzubringen, den die Regierung dann blutig niederschlägt… Das war Spannung pur, und das Ende des ersten Teils brachte denn auch so einige interessante Wendungen. Der zweite Teil setzte der Handlung noch eins obendrauf.

Merkwürdig – es gefällt mir ja normalerweise sowas von überhaupt nicht, wenn sich die Menschen gegenseitig umbringen, und das hat mir hier natürlich auch missfallen. Man könnte es ja auch so sehen, dass die Handlung nur so konstruiert wurde, um zu sehen, wie sich Menschen gegenseitig umbringen oder anders ums Leben kommen. Dennoch haben mir die Filme gefallen, weil die Handlung einigermaßen subtil war, denn es ging darum, Widerstand im Kleinen zu zeigen, mit großer Wirkung.

Nun bin ich gespannt auf den dritten Teil. Sollte ich den noch rechtzeitig sehen, dann bin ich demnächst mit meinem Sohn im Kino – zum vierten Teil!

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