‚Von Poussin bis Monet. Die Farben Frankreichs‘ – Ausstellung im Bucerius Kunstforum

Veröffentlicht: 22. Dezember 2015 in Ausstellungen, Kultur, Kunst

farben-frankreichs

Der aufmerksame Mitleser weiß ja schon, dass ich riesig gerne in die Ausstellungen des Bucerius Kunstforums gehe – bislang bin ich noch nie enttäuscht worden! Allerdings sind die Ausstellungen oft aus kunsthistorischen Aspekten zusammengestellt, was die Rezeption nicht immer ganz unbeschwert macht.

Bei dieser Ausstellung hatte ich anfänglich ziemlich große Schwierigkeiten, die Zusammenstellung, aber vor allem die Bilder selbst, zu genießen. In dem ersten Teil (diesmal im Erdgeschoss) wurden eine Menge Bilder gezeigt, die überhaupt nicht zu mir sprachen. Normalerweise lasse ich mich einfangen und schnell begeistern, aber diesmal gelang es mir nicht. Viele Gemälde kamen aus der Zeit des Rokoko, Putten und allegorische Darstellungen, die allzu süßlich waren für meinen Geschmack – wobei ich nicht in Abrede stellen will, dass ihnen eine immense kunsthistorische Bedeutung zukommen! Auch die Motive, die dann nicht allegorisch waren (weil schon später entstanden), sagten mir einfach nichts.

Aber dann ging es in den zweiten Teil, in den ersten Stock, und im wahrsten Sinne des Wortes – bergauf! Dort hingen (und hängen noch bis zum 17.1.16) Gemälde aus den Anfängen des Impressionismus und so einiges von Malern der klassischen Moderne. Begrüßt wurde ich mit einem wunderbaren Strandbild ‚Der Strand von Trouville‘ von Boudin, das mich sofort in sinnlichen Bann schlug: Die Farben, die Stimmung, und auch die Szene selbst gab so einfach und einfach perfekt die Stimmung am Strand wieder, das war wunderschön… In diesem Tenor ging es weiter durch die Ausstellung; herrliche impressionistische Bilder waren dort zu sehen wie beispielsweise die Aussicht über die Dächer vom Montmartre im Schnee (leider ist mir der Name des Malers entfallen): Von Dichtem war es hochgeniale Kleckserei in Weiß, von weitem setzte sich die Stimmung eines diesigen Wintertages perfekt in Szene – ganz toll!

Von Monet gab es einen wunderschönen Waldweg zu sehen, ein ganz alltägliches Motiv. Jedoch steckte er zu der Zeit in den Anfängen seines impressionistischen Malstils und gebrauchte das profane Motiv, um an seinem Stil zu feilen, was ihm natürlich perfekt gelang.

Hier oben stand das Experimentieren mit Farben und Motiven im Vordergrund, und was es zu sehen gab, hat mir riesig gut gefallen.

Ein Wechselbad der Gefühle also diesmal für mich, im Bucerius Kunstforum!

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