‚Star Trek – Into Darkness‘ – Film von J.J. Abrams (2013)

Veröffentlicht: 27. März 2016 in Filme, Kultur

Dass ich eine ‚Trekkie‘ bin, ist ja nun kein Geheimnis. Und als echte Trekkie gehört vielleicht das eine oder andere mal auch dazu, ein ganz klein wenig kritiklos zu sein, denn natürlich kommt es mal vor, dass dieser oder jener Film – wenn man die ‚Star Trek‘-Filme (1-10) betrachtet – weniger gelungen oder gar misslungen ist. Das gleiche gilt natürlich auch für die Serien. Wir schauen ja gerade immer mal zwischendurch die Serie ‚Voyager‘, sind sogar Besitzer aller sieben Staffeln und haben damit schon lange zu tun (und sind noch lange nicht fertig damit). Auch hier ist die Qualität nicht gleichbleibend, wie könnte sie auch? Aber ich schweife ab.

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Zachary Quinto und Chris Pine als Mr. Spock und Captain Kirk; man beachte auch die interessanten Lichtreflexe, eine gewollte Fehlerhaftigkeit, die jeder Szene eine persönliche Note und Brillanz verleiht. Bildquelle: Filmstarts.de

Hier geht es ja um den 12. Star Trek Film, der, wie der 11., wieder mit der Besatzung um Kaptain Kirk und Mr. Spock weitermacht. Bzw. sind diese Filme zeitlich deutlich vor Beginn der Serie ‚Raumschiff Enterprise‘ anzusiedeln, als alle noch unglaublich jung, knackig und sexy waren, Kirk war ein richtiger Draufgänger und Mr. Spock deutlich dem weiblichen Geschlecht nicht abgeneigt, vielmehr sogar Uhura ziemlich zugeneigt – ein Fakt, der durch eine kapitale Veränderung in der Vergangenheit, die einen anderen Verlauf in der Gegenwart und Zukunft nach sich zieht, möglich wurde.

Dieser zwölfte, wie auch schon der elfte Star Trek-Film, verfügt über große Qualitäten, wie ich finde: das Drehbuch ist spannend und die Dialoge sind sowohl spritzig als auch gehaltvoll (beispielsweise wenn Mr. Spock seiner Freundin Uhura erklärt, warum er bei seiner Rettungsaktion eines Planeten, bei der er beinahe selbst sein Leben verloren hat, so wenig Emotionen zeigte). Die Handlung hält für uns Cineasten unglaubliche Wendungen parat, die doch immer logisch und stringent bleiben, und so ist auch dieser Film wieder riesig fesselnd. Hinzu kommen diese superstarken Schauspieler Chris Pine, der einen hochintelligenten und zugleich waghalsigen James T. Kirk gibt und Zachary Quinto, der nicht nur total gut aussieht, sondern auch noch den ausgeprägten Charakter des Halbvulkaniers schillernd und interessant darstellt – um nur zwei einer ganzen Schauspielergarde zu nennen, die einfach unschlagbar ist. Der zwölfte Film ist zudem noch bereichert durch Benedict Cumberbatch, der Khan mit viel Intensität und Charisma ausgestattet spielt. Toll!

Oje, ich gerate ins Schwärmen. Aber wie kann ich auch anders? J.J. Abrams macht aus dem Drehbuch und den Darstellern ein echtes Fest: die Kameraführung ist genial durch interessante Ausschnitte, zudem hat er Lichtreflexe einbauen lassen, die in anderen Filmen vermutlich als Fehler sofort rausgeschnitten worden wären. Hier jedoch sind sie beabsichtigt, und diese ‚Fehler‘ bringen eine ganz persönliche Note ins Spiel, eine sinnliche Komponente, die diese Filme so ungemein abrundet. Diese Filme von J.J. Abrams – und ich meine hier vor allem die Star Trek Filme (wobei der siebte Star Wars Film auch wirklich nicht schlecht war) – sind sattes, sinnliches, spannendes und überwältigendes Kino – erst recht vor dem Hintergrund, mit wie viel Liebe sich J.J. Abrams der Erhaltung einer analogen Welt verschreibt, wie er mit seinem literarischen Werk ‚S.‘ (geschrieben zusammen mit Doug Dorst), vor kurzem bewiesen hat.

Schade, dass ich die Filme damals nicht im Kino gesehen habe. Das wird mir aber ab jetzt nicht mehr passieren!

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