‚Séraphine‘ – Film von Martin Provost (2008)

Veröffentlicht: 24. April 2016 in Filme, Kultur

Auf den Film bin ich über meine neue Leidenschaft für Ulrich Tukur(s literarische Produktionen) gekommen.

Filmszene aus ‚Séraphine‘ mit Yolande Moreau; Bildquelle: Filmstarts

Er selbst verkörpert in dem Film den Kunstsammler und Mitentdecker des Kubismus Wilhelm Uhde, der bei einem Sommerurlaub in Senlis, das nahe Paris liegt, die Kunstwerke seiner Zugehfrau, Séraphine Louis, entdeckt. Ihm ist sofort klar, dass er hier eine außergewöhnliche Entdeckung gemacht hat. Der erste Weltkrieg verhindert zunächst eine Förderung ihres Talents, doch bleibt es nicht die letzte Begegnung zwischen den beiden. Über ein Jahrzehnt später finden sie erneut zusammen, und Séraphines Stil hat sich in der Zwischenzeit noch verfeinert… Wilhelm Uhde, auch Entdecker von dem eigensinnigen Henri Rousseau, plant eine Ausstellung ihrer Werke in Paris, doch dann geschehen weltpolitische und auch persönliche Dinge, die den unaufhaltsamen Erfolg ihrer Gemälde verzögern…

Der Film erzählt in langsamen, aber wunderschönen Bildern die Geschichte dieser eigenwilligen Künstlerin, porträtiert eine Persönlichkeit, die so ganz einfach zu sein scheint, die aber durch ihre eigene, eigenartige Art doch so gar nicht in die Provinz passt: Ihre Sinnlichkeit in Bezug auf die Natur um sie herum findet ihren Ausdruck in dieser kontemplativen Malerei. Ihre Bilder im floralen Stil sind Ausdruck in Form und Farbe einer Liebe zur gottgegebenen Natur. Ich kannte ihre Gemälde nicht, aber was im Film gezeigt wurde sind farb- und formgewaltige Naturwelten, die von einer innigen Verbindung zu den Dingen sprechen, fantastisch!

Hier ein Querschnitt durch Séraphine Louis‘ Œu­v­re

Yolande Moreau, die vor kurzem in ‚Das neue Testament‘ Frau Gott verkörpern durfte, spielt die eigensinnige Séraphine grandios (die Preise für diese Rolle hat sie wirklich verdient). Es ist insgesamt ein sehr sehenswerter Film, nicht zuletzt, weil er diese Ausnahmekünstlerin in den Fokus nimmt, aber auch wegen der schönen Bilder. Dafür kann man die eine oder andere Länge durchaus in Kauf nehmen.

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