‚Versprich es mir!‘ – Film von Emir Kusturica (2007)

Veröffentlicht: 27. Mai 2016 in Filme, Kultur

Ich finde, es lohnt sich so gut wie immer, mal einen Film fernab der konventionellen Ästhetik – oder soll ich nicht eher sagen: der amerikanischen bzw. amerikanisch orientierten Filmindustrie? – zu sehen. Und auch wenn es für mich so einiges an dem Film auszusetzen gibt, sehe ich doch seine große Besonderheit…

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Filmszene aus ‚Versprich es mir!‘; Bildquelle: Filmstarts.de

Der Großvater in seinem drei-Personen-Dorf – neben ihm gibt es nur noch eine wunderschöne Nachbarin und seinen jugendlichen Enkel, wenn man von der dort ebenfalls vorhandenen Kuh absieht – hat ein Problem: Wer soll einmal seinen bescheidenen Hof übernehmen, wenn nicht Enkel Tsane? Der aber kann nur bleiben, wenn er eine Frau findet. Und so schickt der Großvater den Enkel los mit dem Auftrag, die Kuh zu verkaufen und mit einer Braut heimzukommen.

Was Tsane dann alles in der Stadt erlebt, ist absurd, romantisch, verrückt, durchgeknallt, albern, aber bei allem doch eines: großartig! So ein Durcheinander!

Aber bei all meinem Lob muss ich doch auch sagen, dass mir vieles sehr missfallen hat, allem voran das klischeehafte Frauenbild, das durch all den Klamauk ziemlich durch den Dreck gezogen wird. Zudem ist manches zu albern, anderes wiederum viel zu grob für mich feinsinniges Publikum.
Und dennoch: die Geschichte behält ihren roten Faden, trotz des riesigen Chaos bleiben alle kleinsten und kleinen Handlungsstränge konsequent – und es ist zudem, wie bereits erwähnt, die ganz eigene Bildsprache, originell und verrückt, die mich auf eigenartige Weise von dem Film überzeugt hat.

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