‚Das Schiff der Träume‘ – Theaterstück am Hamburger Schauspielhaus, Inszenierung: Karin Beier

Veröffentlicht: 13. Juni 2016 in Kultur, Theater/Oper

Das Stück ist frei angelehnt an Fellinis gleichnamigen Film: Eine Gruppe von Musikern macht sich auf den Weg hinaus aufs weite Meer, um ihrem verstorbenen Dirigenten bei einer Seebestattung die letzte Ehre zu erweisen. Auf halbem Weg treffen sie auf eine Gruppe von Flüchtlingen, die sich in Seenot befindet und sich auf das Kreuzfahrtschiff retten kann. In der Folge davon geschieht großes Chaos, und die Bestattung läuft anders als geplant ab.

Und so zerfällt das Stück auch in zwei Teile: Dem ersten, in dem uns die Neurosen, Animositäten und Eigenarten der Musiker (und die der Schiffsbesatzung) näher gebracht werden, und dem zweiten, in dem die Afrikaner so manchen Schabernack treiben und so richtig frischen Wind auf die Bühne und in den Zuschauerraum bringen. Ach ja, Flüchtlinge! Wie witzig und spritzig die sein können! Wären doch alle so!

Na, o.k., das ist jetzt natürlich polemisch. Aber ehrlich gesagt, was soll mir das Stück sagen? Die Kapriolen sind lustig, und auch die anderen Einfälle. Aber wozu? Der Abend war trotz der Dauer kurzweilig, aber irgendwie doch auch langweilig, denn was hat dieser Abend nur gebracht an neuen Erkenntnissen, Perspektiven oder anderen Eindrücken? Mir nichts, wenn ich ehrlich bin. Tatsächlich liegt der Theaterbesuch sogar schon ein paar Tage länger zurück, und ich habe glatt vergessen, ihn in meinem Blog zu besprechen, so blass war dieser Abend, trotz aller afrikanischer Farbigkeit.

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