‚Die Känguru Chroniken‘ von Marc-Uwe Kling, Bühnenbearbeitung und Regie: Uwe Schernthaner, Aufführung am Altoner Theater

Veröffentlicht: 25. Juni 2016 in Gedanken, Kultur, Theater/Oper

Mein Sohn steht total auf die Hörbuchfassung der Känguru-Trilogie von Marc-Uwe Kling, die er ja auch selbst spricht, und die ich in Ausschnitten ebenfalls kenne. Also lag es nahe, die Bühnenfassung anzusehen!

Natürlich ist diese sehr gekürzt, wie sollen auch alle drei Bücher in einem Theaterstück normaler Länge Platz finden? Da ich das Original nicht kenne, kann ich die Qualität der Adaption nicht beurteilen, ich habe aber den Eindruck, dass Marc-Uwes Original deutlich witziger ist und auch nicht so oberflächlich, wie das auf der Bühne vielleicht ja zwangsläufig sein muss, allein schon wegen der umfangreichen Kürzungen.

Jedenfalls macht Uwe Zimmermann als Känguru eine gute Figur, und auch Stephan Möller-Titel gibt einen überzeugenden Marc-Uwe ab. Die anderen beiden Darsteller (neben dem Musiker Florian Miro) aber, die in die verschiedensten Rollen schlüpfen, haben mich nicht im geringsten überzeugt. Sie spielten überzogen, aufgedreht und aufgesetzt, nee, wirklich, nennt man das dann Boulevardtheaer, wenn man es böse meint?

Es war mal etwas anderes, ins Theater zu gehen, vor allem mit Sohnemann, und insofern war es auch ein gelungener Abend. Nur merke ich einmal mehr, dass ich immer noch ernsthafte Schwierigkeiten mit dem Theater im Allgemeinen habe, wenn ich  davon ableite, was ich in letzter Zeit im Besonderen gesehen habe. Zm Einen fühle ich mich wie eine krittelnde Theaterabonenntin, der es – polemisch oder selbstkritisch gesagt – nicht konventionell genug sein kann, zum Anderen merke ich einmal mehr, dass es  mich höllisch nervt und einfach gar nicht interessiert, wenn Schauspieler verrückte Ideen auf die Bühne bringen, die mit dem Inhalt des Stückes nichts zu tun haben. Einfach nur witzig um des Gags willen, nein, das ist mir zu platt und sagt für mich zu wenig aus. Verrückt sein auf der Bühne, das ja, aber immer hintergründig muss es für mich sein. Der Witz um der Witzigkeit willen ist da nicht so meins.

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