„La La Land“ – Film von Damien Chazelle

Veröffentlicht: 29. Januar 2017 in Filme, Kino, Kultur

Ich gebe zu, ich bin ein wenig neugierig auf den Film geworden, nachdem ich hörte, dass er beim Golden Globe so viele Preise abgesahnt hat. Und nun bin ich einmal mehr abgrundtief enttäuscht und auch abgestoßen von der amerikanischen Filmkultur und erst recht vom Golden Globe.

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Emma Stone und Ryan Gosling beim Step – Filmszene aus „La La Land“. Quelle: Filmstarts.de

Die Geschichte handelt von zwei jungen Künstlern (Mann und Frau), die als Schauspielerin bzw. Jazzpianist in Los Angeles auf den großen Durchbruch hoffen. Sie lernen sich kennen und lieben – doch harmoniert ihre Beziehung auch mit ihren Selbstverwirklichungsplänen? Während der Beantwortung dieser Fragen wird viel getanzt und gesungen – an sich nichts Schlechtes in Filmen. Aber ganz sicher absolut nichts Neues. Wie behauptet wird. Weswegen der Film wie gesagt überhäuft wurde mit Preisen. Für mich absolut überhaupt gar nicht nachvollziehbar. So finde ich die Tanz-Szenen und anderen Choreografien in „Hail Cesar“ – hier als Persiflagen – deutlich erfrischender als dieses hier, zumal die Handlung nicht halb so originell war, wie der Film der Coen-Brüder.

Emma Stone, die die weibliche Hauptrolle übernommen hat, hat ohne Frage ein schönes und interessantes Gesicht. Aber kann man sich ehrlich nach kurzer Zeit noch merken, wie Ryan Gosling aussah, ihr männlicher Gegenpart?

La La Land – übrigens ein Synonm für Los Angeles – ist ein Film, der L.A. feiert und die Filmindustrie: Je quietschbunter und oberflächlicher, um so besser. Es ist ein Film aus der Traumfabrik, der wiederum nichts anderes als einen Traum fabriziert hat. Bunt und schön und schön blöd. Finde ich.

Wenigstens vielleicht ein guter Stoff für ein Musical auf der Bühne, darauf könnte man sich dann vielleicht ein wenig freuen, wenn man in Musicals geht…

 

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Kommentare
  1. sommerdiebe sagt:

    Danke für deine Rezension. Bin mir selbst auch noch unsicher, ob ich mir den Film ansehen soll. Wird ja wahnsinnig viel berichtet darüber… Da wird man ja schon neugierig.
    LG
    Deborah

    • kutabu sagt:

      Deine Neugierde verstehe ich gut… deshalb war ich ja selber in dem Film. Falls Du reingehst, bin ich gespannt, Deine Meinung zu lesen. Falls Du nicht reingehst: Hast Du meiner Meinung nach außer Hollywoodscher Eigenzelebration nicht viel verpasst…

      • sommerdiebe sagt:

        Mal sehen 😉 Heute schau ich mir erstmal „The Salesman“ an, ein weiterer Oscar-Kandidat – und Konkurrent von „Toni Erdmann“.

      • kutabu sagt:

        Ohja! Das könnte interessant sein, den Tipp greife ich auch gleich auf (trotz der schweren Handlung). Einen guten Kinobesuch wünsche ich Dir!

  2. sa1zi sagt:

    „Traumfabrik“? Wenn du den Film bis zum Ende gesehen hast, dann wirst du feststellen, dass es alles andere als eine Traumfabrik ist. Denn „la la Land“ weißt viele Facetten der Film-Branche auf und ist im Hintergrund eigentlich gar nicht so „bunt und schön“. 🙂 Meiner Meinung nach, hat er die Globes verdient und ist mal was neues altes.

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