„Der Hobbit“ und „Herr der Ringe“ (2003-2014) – 6 Filme von Peter Jackson

Veröffentlicht: 11. Februar 2017 in Filme, Kultur

Das war eines unserer Weihnachtsferienprojekte: All diese Filme nochmal hintereinander weg auf unserem heimischen Apparat zu schauen, und das war wirklich keine schlechte Idee…

Wir haben die Filme chronologisch der Geschichte nach geguckt, heißt, zunächst die Hobbit-Filme, dann Herr der Ringe. Auch das war eine gute Idee, nicht nur der Story im richtigen Ablauf zu folgen, sondern auch, weil sich die Qualität der Filme, die ja eigentlich von vornherein nicht schlecht ist, tatsächlich steigert.

Während die Geschichte des Hobbits von Tolkien ja auch „nur“ in einem Band Platz findet, ist spürbar, wie die Geschichte aufgeblasen wurde, um drei Filme produzieren zu können. So empfinde ich nun doch eine ganze Menge Längen in den Hobbit-Filmen, und einiges hatte mich schon im Kino genervt, wie z.B. das Gesabbele des Drachen in „Smaugs Einöde“. Die Geschichte zwischen der Elbin Tauriel und dem Zwerg Fili mochte ich sehr und fand es eine Bereicherung, aber streng genommen gehört sie dort nicht hinein, da sie im Buch auch nicht vorkommt.

Martin Freeman als Hobbit; Filmszene aus Der Hobbit: Eine unerwartete Reise; Bildquelle: Filmstarts.de

Martin Freeman als Hobbit; Filmszene aus Der Hobbit: Eine unerwartete Reise; Bildquelle: Filmstarts.de

Martin Freeman als Bilbo ist allerdings großartig. Martin Freeman kann sein komisches Talent voll entfalten, und er macht die Filme trotz aller Kritik sehenswert. Dennoch: als „Vorspiel“ taugen die drei Hobbitfilme sicherlich, doch hätten zwei Filme vielleicht auch gereicht.

„Herr der Ringe“ hat deutlich mehr Substanz, liegt dazu auch mehr Stoff vor. Viele Nuancen in den Persönlichkeiten der „Gefährten“ kommen zum Tragen (außer vielleicht beim schönen Legolas, gespielt von Orlando Bloom – irgendwie guckt der doch immer gleich, finde ich).

In allen sechs Filmen sieht man noch eine weitere Hauptrolle: und das ist Neuseeland, wo alle Filme gedreht wurden. Eine grandiose Landschaft ist das, rauh, vielfältig, lieblich, atemberaubend!

Aber: ach, naja. Insgesamt gesehen muss ich schon sagen, dass mir der Stoff um den Ring nicht sonderlich zusagt, und das betrifft sowohl die Bücher als auch die Filme. Ich sehe vielleicht, dass es gute Filme sind, und ich hatte durchaus meinen Spaß und meine Unterhaltung im Kino und jetzt auch wieder vorm Fernseher. Doch mein Lieblingsstoff wird es nie. Mir ist das zu kämpferisch, und abgesehen von einigen Wendungen, die mir gut gefallen (wie besipielsweise, wenn Bilbo den Arkenstein verschleppt und den Gegnern bringt, weil er erkennt, dass Thorin durch seinen Glanz komplett die Bodenhaftung zu verlieren droht), ist es einfach kein Lieblingsstoff von mir. Aber als Mutter eines 15jährigen mache ich hier sicherlich einige Zugeständnisse, und die mache ich auch gern.

 

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