„Game Masters“ – Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg

Veröffentlicht: 3. März 2017 in Ausstellungen, Kultur, Kunst

Also, wenn mein Sohn mich schon fragt, wann wir endlich in diese Ausstellung gehen – ja, dann ist es für mich keine Frage, dass ich den Museumsbesuch nicht auf die lange Bank schiebe…

Erwartet hatte ich jedoch von der Ausstellung, dass sie mich heranführt an die Ästhetik von Computerspielen, denn dass diese virtuellen Welten visuell einiges zu bieten haben, steht für mich außer Frage. Und genau darauf hatte ich mich auch gefreut, auch wenn ich mir eigentlich nicht allzu viel aus Computerspielen mache. Dennoch finde ich es spannend, diese Ästhetik einmal genauer zu betrachten.

Und nun sahen wir uns in den Ausstellungsräumen einer Vielzahl von Bildschirmen und Wandprojektionen gegenüber gestellt, und alle Konsolen konnten wir auch nach Herzenslust bedienen und diese Spiele selbst ausprobieren – so weit die Theorie. Eine kleine Anleitung sollte helfen, sich im jeweiligen Spiel zurecht zu finden, und genau hier lag die Crux: Es klappte nämlich nicht, sich so zügig mit den Spiel- und Bedienregeln vertraut zu machen, um ins Spielen zu geraten, und das liegt in der Natur der Sache. Könnte man das Spiel sofort bedienen, wäre es vielleicht schon sehr schnell durchgespielt, es wäre auch keine Herausforderung mehr. So aber blieben die Versuche ziemlich an der Oberfläche, und mir hat sich dadurch nur sehr weniges erschlossen.

Dennoch gab die Ausstellung einen feinen Überblick über die Vielseitigkeit der Spiele, der Kreativität, Spielfreude und dem grafischen Können der Spielemacher, wenn eben auch vieles nur angerissen werden konnte. Zu einem bestimmten Spiel – ich habe leider den Namen vergessen – hieß es, dass den Entwicklern es ein Anliegen war, die (virtuelle) Spielewelt durch Interaktion zu verschönern und dadurch ein Wohlgefühl beim Spieler zu erzeugen. In dem Spiel sollten Blütenblätter aktiviert und verteilt werden, wodurch viele neue Blumen entstehen. Leider kam ich über die wüste, eintönige Ausgangswelt nicht hinaus, insofern vollzog sich bei mir auch kein Wohlgefühl. Sicher wäre es anders, wenn ich das Spiel einen Nachmittag lang spielen würde. Und dennoch: Für mich bleibt es eine virtuelle Bildschirmwelt, die vielleicht unterhaltend ist und einen gewissen Reiz ausübt. Aber dieses Virtuelle ist mir bei aller vermeintlichen Ästhetik dann doch eine Spur zu wenig sinnlich, nein, das ist nicht meins.

Insofern war ich nicht besonders angetan von der Ausstellung, auch wenn einige Spiele Spaß gebracht habe, beispielsweise das Mitmachspiel, in dem die eigenen Tanzbewegungen auf einen Bildschirm übertragen und bewertet wurde, wie gut man im Takt tanzen kann. Sowas finde ich irgendwie gut!

 

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