Das Belcea Quartett spielt Werke von Schubert und Schostakowitsch in der kleinen Elbphilharmonie

Veröffentlicht: 20. März 2017 in Kultur, Musik

Franz Schubert: Streichquartett G-Dur D 887

Franz Schubert hatte mit dem Tod ein Ding am Laufen, viele seiner Musikstücke kreisen um dies Thema, so auch dieses Stück. Und „kreisen“ ist hier wörtlich gemeint, denn die Themen wiederholen sich eins ums andere Mal, werden variiert, sind wie Gedanken, die einen nicht loslassen und die einen immer wieder einholen, ob man nun will oder nicht. Ein leidenschaftliches Stück Musik ist das, das mich sehr berührt hat.

Dmitri Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 15 es-Moll op. 144

Schwer zu fassen war für mich dieses Stück. Das Belcea Quartett ließ dazu das Licht dimmen, so dass es die Wirkung eines echten Nocturnos hatte, eines Nachtstückes. Dies hat die Wirkung des Stückes noch intensiviert, doch auch visuell war es für mich ein starkes Erlebnis: Diese schwierige, sehr ruhige und dennoch aufregende Musik, gespielt von drei Männern in dunklen Anzügen und einer Frau (Corina Belcea) in einem roten, ärmellosen Kleid; die weißen Arme, graziös die Violine haltend, nur beleuchtet von dem Display des Tablets, von dem sie die Noten ablas – das war schon ein intensiver, wunderschöner An- und Augenblick.

Ich habe das Konzert sehr genossen. Die MusikerInnen auch, denn ich glaube, auch sie waren berauscht von dem tollen Klang im kleinen Elphi-Saal, denn sonst hätten sie vielleicht nicht zwei Zugaben gemacht.

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