Noch mehr Couch-Kino

Veröffentlicht: 15. Juli 2017 in Filme, Kultur

„Memento“ – Film von Christopher Nolan (2001)

Leonard Selby hat durch ein Ereignis sein Kurzzeitgedächtnis eingebüßt. Das Letzte, das er sich merken konnte, ist, dass seine Ehefrau vergewaltigt und ermordet wurde. Nun sinnt er nach Rache.
Das ist aber ziemlich schwierig, wenn man nach fünf oder weniger Minuten schon wieder vergessen hat, was zuvor geschah, und bietet jede Menge Möglichkeiten, in die verschiedensten Fallen zu tappen. Die am wenigsten schlimmste ist vielleicht noch, dass er in einem Hotel zwei Zimmer vermietet bekommt – und der Portier sagt ihm noch frech ins Gesicht, dass er absichtlich doppelt vermietet habe, das steigere den Umsatz, und er, der Mieter, würde es ja eh gleich wieder vergessen haben…

Der Film schraubt sich Stück für Stück im Rückwärtsgang zurück, um die zeitlich letzten Ereignisse, mit denen der Film begonnen hat, nachvollziehen zu können.

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Mithilfe von Tattoos versucht Leonard (Guy Pearce), sich die wichtigsten Fakten zu merken. Aber warum hat er Kratzer im Gesicht? Und was will die Frau hinter seinem Rücken (Carrie-Anne Moss) von ihm, und wer ist sie überhaupt? Szenenbild aus „Memento“, Quelle: Filmstarts.de

Eine originelle Idee ist das für ein raffiniertes Drehbuch. Die Umsetzung ist packend, aber es ist auch anspruchsvoll, dem Film in diesem Rückwärtsgang zu folgen, da wir immer zuerst das Ende der Szene vor dessen Entwicklung dorthin sehen. Warum nimmt die Kellnerin Leonard das Bier, das vor ihm steht, wieder weg? Und warum hat er sich ein Autokennzeichen auf den Oberschenkel gravieren lassen? Es ist ein faszinierender Film, den ich aber gut und gerne noch mindestens ein weiteres Mal sehen müsste, um alle Wendungen zu verstehen. Das werde ich auch tun.

„Wie angelt man sich einen Millionär?“ – Film von Jean Negulesco (1954)

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Schönheitsikonen der 50er Jahre: Marilyn Monroe, Lauren Bacall und Betty Grable. Szenenfoto aus „Wie angelt man sich einen Millionär?“; Bildquelle: Filmstarts.de

Tja, und dann das. Welten!! Und doch nur einen Abend von dem soeben beschriebenen Film später geguckt. Auch nach mehr als 60 Jahre ist dieser Film unterhaltsam, aber auch eigentlich nichts Besonderes. Ich denke, in den nächsten 30 Jahren werde ich den Film nicht nochmal sehen, und danach vielleicht auch nur, wenn mich Alzheimer gepackt hat. Marilyn Monroe: Eine Filmikone. Na gut. Sieht ja auch gut aus. Ein tragisches Schicksal hat sie ereilt, wie so viele Menschen, denen der Ruhm zu Kopf steigt. Das kann ich gut verstehen, ich könnte den auch nicht vertragen!

 

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Kommentare
  1. sommerdiebe sagt:

    Ohja, „Memento“ ist ein echt raffinierter Film. Hab ihn auch schon mehrmals geschaut 😉

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