Archiv für die Kategorie ‘Filme’

‚The Party‘ – Film von Sally Potter

Veröffentlicht: 13. August 2017 in Filme, Kino, Kultur

Eine Frau öffnet die Tür und richtet eine Pistole frontal auf uns Publikum – damit beginnt der Film. Und gleich wirft er also die Frage auf: Warum? Was ist geschehen? Dies wird in den kammerspielartigen restlichen 70 Minuten nun aufgerollt.

Endlich hat Janet (Kristin Scott Thomas) den Höhepunkt ihrer Karriere erreicht: Sie wird zur Gesundheitsministerin ernannt. Dies Ereignis will sie mit ihrem Mann Bill (Timothy Spall) und einigen engen Freunden feiern. Doch ihr Gatte wirkt einigermaßen teilnahmslos, und auch ihre anderen Gäste wie ihre beste Freundin April, ihres Zeichens Zynikerin, mit ihrem esoterischen und etwas abgehobenen Freund Gottfried oder das lesbische Pärchen Martha und Jinny sowie der hypernervöse Banker Tom (Cillian Murphy), dessen Frau erst später nachkommen will, tragen an ihren eigenen Problemen schwer. Die Geschichte nimmt ihren folgenschweren Lauf, als Bill eine Mitteilung macht, über dessen Folgen und den entsprechenden Ausführungen letztendlich die komplette Partygesellschaft ins Straucheln gerät…

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Szenenbild mit Timothy Spall aus „The Party“; Bildquelle: Filmstarts.de

Es ist ein hochintensives Kammerspiel, das durch die perfekte Besetzung mit Timothy Spall, Bruno Ganz, Kristin Scott Thomas, Cillian Murphy und allen weiteren DarstellerInnen brilliert. Das lässt beinahe über die dramaturgischen Schwächen des Stückes hinwegsehen, denn nicht jeder der Konflikte ließ sich für mich nachvollziehen. Der Schluss war dann ein Knaller, der mich ganz unvorhergesehen einholte. Ich bin jedoch nicht ganz überzeugt, dass er vom Ende betrachtet vollkommen schlüssig war, das wage ich dann doch zu bezweifeln.

Dennoch war es ein amüsanter Kinoabend, und die sorgfältig ausgeleuchteten Schwarzweißbilder stellten auch einen ästhetischen Genuss dar. Wer also schon ‚Der Gotte des Gemetzels‘ mochte, wird bei diesem Film ebenso auf seine Kosten kommen.

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‚Pi‘ – Film von Darren Aronofsky (1999)

Veröffentlicht: 12. August 2017 in Filme, Kultur

Der Mathematiker Max Cohen (Sean Gullette) ist dem Geheimnis aller Dinge, der Lösung aller Probleme auf der Spur: Hinter der Zahl Pi verbirgt sich seiner Erkenntnis nach vermutlich die Antwort auf – einfach alles. Egal, ob es sich um den Aktienverlauf handelt oder um die Frage nach Gott: Die Antwort versteckt sich hinter dem Algorhythmus um Pi. Nun gilt es für Max, den Beweis zu erbringen. Doch neben seinen heftigen Migräneattacken, die ihn behindern, spackt auch noch sein Computer ab. Und wer alles verfolgt ihn, um an der Lösung teilzuhaben?

Szenenbild aus „Pi“ mit Sean Gullette; Bildquelle: Filmstarts.de

Der Film bleibt ganz in der speziellen Wahrnehmungswelt des Mathematikers verhaftet, und das bezieht sich auch auf die Optik: auf die grobkörnigen Schwarzweißbilder, in denen der Film gedreht wurde. Kaum mehr als schemenhaft erschließt sich ihm die Umgebung, und das zeigt auch seine Verbohrtheit, mit der er seiner These nachhängt, auch wenn sein Freund und ehemaliger Mentor ihn warnt, der Sache ganz und gar auf den Grund zu gehen und damit wie er einst seine Gesundheit zu gefährden.

Mit der steht es nämlich eh nicht so gut. Immer wieder quälen ihn diese heftigen Migräneattacken, und auch diese erleben wir Zuschauer ganz unmittelbar. Und das ist zweifellos die Stärke dieses Filmes: wir Zuschauer bleiben ob der Intensität der Bilder nicht nur unbeteiligte Zuschauer, vielmehr werden wir durch die Kameraführung und diese Schwarzweißbilder in den Schmerz, die Halluzinationen und das Erleben des Hauptprotagonisten hautnah, geradezu intim mit einbezogen.

Dadurch ist das Schauen dieses Films ein beinahe psychedelisches, äußerst spannendes Filmerlebnis, auch wenn die Handlung wirr ist und äußerst schräg. Dennoch sehr lohnenswert!

Bella Brown (Jessica Brown Findlay), von der behauptet wird, dass ihr Leben bislang alles andere als normal verlief, bekommt vom Verwalters des Vermieters die Aufforderung, den Garten in Schuss zu bringen. Sie ist zwar im Hause äußerst penibel und zwanghaft auf Ordnung aus, aber die Natur mache ihr Angst. Ihr Leben verlief bislang scheinbar einsam. Sie arbeitet in einer Bibliothek, und in der Freizeit versucht sie, Schriftstellerin zu sein. Kontakte nach außen hat sie keine. Dies ändert sich erst, als – plötzlich – verschiedene Dinge gleichzeitig passieren: Sie kommt in Kontakt zu ihrem schrulligen Nachbarn (Tom Wilkinson) und dessen ebenso exzentrischen Koch (Andrew Scott), der kurz nach deren flüchtiger Bekanntschaft seine Arbeitsstelle ungefragt zu Bella hinüberwechselt. In der Bibliothek trifft sie auf einen eigenen und ebenfalls gestört scheinenden jungen Typ, der Erfinder sein soll. Im Verlauf gibt es also jede Menge Anknüpfungspunkte an exzentrische Begegnungen und seltsamen Dialogen, und inmitten all dessen verwandelt sich das Stück wilder Natur immer mehr in – ja, kommst Du nicht drauf? – in eine Augenweide.

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Guck mal, da geht es schon los: Es regnet in Strömen, aber die beiden Schauspieler (Jessica Brown Findlay, Tom Wilkinson) werden nicht nass! Bildquelle: Filmstarts.de

Na, toll. Trotz der hochkarätigen Besetzung ist der ganze Film am Ende nichts, da das Drehbuch nicht stimmig ist. Ich konnte keiner, aber auch gar keiner Figur irgend etwas von ihrer Eigenheit abnehmen; sei es Bellas zwanghafter Ordnungssinn, der aber gar nicht so zwanghaft scheint, wenn der Koch doch alles vollkrümelt und von ihr keine Reaktion erfolgt; sei es, dass der brummige Nachbar, der ihr immer zugesetzt hat, aus heiterem Himmel liebenswert und umgänglich wird, oder auch dass der Koch gaaanz plötzlich seine jahrelange Stellung von einem Moment auf den anderen hinschmeißt und von Stund an für ein mittelloses Mädchen kocht (und er macht ihr nicht einmal Avancen, wozu er aber eigentlich jede Menge Gründe hätte). Das Zauberhafte, das der Film eigentlich hätte haben sollen und vielleicht auch können, hat sich mir ebenfalls nur als Behauptung vermittelt. Die Eigenheiten der Figuren waren niedlich ausgedacht und hätten, wenn sie denn nicht nur so behauptet daher gekommen wären, eine riesige positive Schlagkraft entwickeln können – allein, ich konnte keiner Figur irgend etwas glauben. Schade, wirklich.

Nachdem ich „Lost in Translation“ von Sofia Copolla gesehen habe, war ich neugierig auf ihren neuen Film, der zudem mit einer tollen Besetzung (Nicole Kidman, Kirsten Dunst) aufwartet…

Der Film spielt während des Bürgerkriegs zwischen den Nord- und Südstaaten in einem fast leeren Mädchenpensionat in South Carolina. Nur 5 Schülerinnen sind nicht wegen des Krieges nach Hause geschickt worden, und eine Lehrerin (Kirsten Dunst) sowie die Schulleiterin (Nicole Kidman) sind mit ihnen in dem Haus. Durch ihr einsames und zurückgezogenes Leben kommt ihnen die Abwechslung, die ein verwundeter Soldat, von einem der Mädchen unweit des Pensionats inmitten der dichten Wälder gefunden und nun von der Leiterin aufgenommen, gerade recht. Er solle zunächst seine Verwundung ausheilen, dann würde man ihn der hiesigen Polizei ausliefern, heißt es zunächst. Der Soldat nutzt jedoch die Gunst der Stunde und schmeichelt sich bei allen Mädchen und Frauen ein. Jede setzt ihre Erwartungen in die Begegnung mit ihm, was ein unausgesprochenes Geheimnis ist. Als sie feststellen müssen, dass ihre Erwartungen allesamt enttäuscht wurden, werden drastische Maßnahmen ergriffen, um der Lage wieder Herr zu werden…

The Beguiled

Filmszene aus „Die Verführten“ mit Colin Farrell und Kirsten Dunst; Quelle: Filmstarts.de

Es sind bestechend wunderschöne Bilder sowohl vom Urwald in den Südstaaten als auch von den Frauen und Mädchen im Haus, die diesen Film atmosphärisch dicht machen. Hinzu kommt das analytische Auge Sofia Coppolas und die großartige schauspielerische Leistung aller Beteiligten, die diesen Film so sehenswert machen. Tolles Kino und eine echt abgefahrene Geschichte, erzählt nach dem Roman A Painted Devil von Thomas P. Cullinan.

Noch mehr Couch-Kino

Veröffentlicht: 15. Juli 2017 in Filme, Kultur

„Memento“ – Film von Christopher Nolan (2001)

Leonard Selby hat durch ein Ereignis sein Kurzzeitgedächtnis eingebüßt. Das Letzte, das er sich merken konnte, ist, dass seine Ehefrau vergewaltigt und ermordet wurde. Nun sinnt er nach Rache.
Das ist aber ziemlich schwierig, wenn man nach fünf oder weniger Minuten schon wieder vergessen hat, was zuvor geschah, und bietet jede Menge Möglichkeiten, in die verschiedensten Fallen zu tappen. Die am wenigsten schlimmste ist vielleicht noch, dass er in einem Hotel zwei Zimmer vermietet bekommt – und der Portier sagt ihm noch frech ins Gesicht, dass er absichtlich doppelt vermietet habe, das steigere den Umsatz, und er, der Mieter, würde es ja eh gleich wieder vergessen haben…

Der Film schraubt sich Stück für Stück im Rückwärtsgang zurück, um die zeitlich letzten Ereignisse, mit denen der Film begonnen hat, nachvollziehen zu können.

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Mithilfe von Tattoos versucht Leonard (Guy Pearce), sich die wichtigsten Fakten zu merken. Aber warum hat er Kratzer im Gesicht? Und was will die Frau hinter seinem Rücken (Carrie-Anne Moss) von ihm, und wer ist sie überhaupt? Szenenbild aus „Memento“, Quelle: Filmstarts.de

Eine originelle Idee ist das für ein raffiniertes Drehbuch. Die Umsetzung ist packend, aber es ist auch anspruchsvoll, dem Film in diesem Rückwärtsgang zu folgen, da wir immer zuerst das Ende der Szene vor dessen Entwicklung dorthin sehen. Warum nimmt die Kellnerin Leonard das Bier, das vor ihm steht, wieder weg? Und warum hat er sich ein Autokennzeichen auf den Oberschenkel gravieren lassen? Es ist ein faszinierender Film, den ich aber gut und gerne noch mindestens ein weiteres Mal sehen müsste, um alle Wendungen zu verstehen. Das werde ich auch tun.

„Wie angelt man sich einen Millionär?“ – Film von Jean Negulesco (1954)

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Schönheitsikonen der 50er Jahre: Marilyn Monroe, Lauren Bacall und Betty Grable. Szenenfoto aus „Wie angelt man sich einen Millionär?“; Bildquelle: Filmstarts.de

Tja, und dann das. Welten!! Und doch nur einen Abend von dem soeben beschriebenen Film später geguckt. Auch nach mehr als 60 Jahre ist dieser Film unterhaltsam, aber auch eigentlich nichts Besonderes. Ich denke, in den nächsten 30 Jahren werde ich den Film nicht nochmal sehen, und danach vielleicht auch nur, wenn mich Alzheimer gepackt hat. Marilyn Monroe: Eine Filmikone. Na gut. Sieht ja auch gut aus. Ein tragisches Schicksal hat sie ereilt, wie so viele Menschen, denen der Ruhm zu Kopf steigt. Das kann ich gut verstehen, ich könnte den auch nicht vertragen!

 

2 Filme über die NS-Zeit

Veröffentlicht: 10. Juli 2017 in Filme, Gedanken, Kultur

Da mein Sohn gerade Nationalsozialismus in der Schule durchnimmt, muss ihn seine bildungsbürgerliche Mutter natürlich auch mit dem ein- oder anderen Film konfrontieren, der sich mit dieser Zeit auseinander setzt. Zum Glück interessiert es ihn auch.

„Mephisto“ – Film von Istvan Szabo (1981)

Der Schauspieler Hendrick Höfgen (beeindruckend verkörpert von Klaus-Maria Brandauer) will Karriere machen – „auf Teufel komm raus“. Und das ist sicherlich wörtlich zu nehmen…
Die Geschichte setzt  zur Zeit des aufziehenden Nationalsozialismus ein. Während Hendrik alles daran setzt, ein Theater für die Massen zu entwickeln, verlassen um ihn herum seine SchauspielerkollegInnen Deutschland. Nur er behält seine eigene Karriere im Fokus und bleibt, auch als Hitler zum Reichskanzler ernannt wird und sogar Hendriks großbürgerliche Ehefrau das Weite sucht. Mehr und mehr verkauft er sich – und seine künstlerischen Ideen – an den Nationalsozialismus, der ihm im Gegenzug zu seiner Karriere verhilft. Doch der Preis ist hoch: Am Ende verliert er sämtliche Macht und wird zum Spielball des Regimes.
Wie geschickt ist die berühmte Rolle in diesen Film verwoben, zusammen mit der beeindruckenden Maske, die einer legendären Faust-Inszenierung entliehen wurde, in der damals Grustaf Gründgens Mephisto verkörperte. Und Grustaf Gründgens war auch Vorbild für Klaus Mann, dem Verfasser des gleichnamigen Romans, welches die Grundlage des Drehbuchs bildete. Mephisto ist hier Verführer und der Verführte zugleich, und der Schauspieler wird Opfer seiner eigenen Rolle…

Einmal mehr wird gezeigt, wie ohnmächtig der einzelne Mensch in der nationalsozialistischen Zeit war, und wie verheerend sich das Mittragen des Regimes für die eigene Persönlichkeit auswirkte. Ein sehenswerter, ein zeitloser Film ist das, finde ich.

„Die weiße Rose“ – Film von Michael Verhoeven (1982)

Diesen Film hatte ich nie gesehen, und so sah ich den Moment gekommen, die Lücke zu schließen. Er handelt von der Untergrundbewegung, die in Studentenkreisen 1942 entstand und versuchte, dem nationalsozialistischen Regime etwas entgegenzusetzen. Es wurden vor allem Flugblätter gedruckt und an Intellektuelle verschickt sowie hauptsächlich an der Münchener Universität ausgelegt. Innerhalb kurzer Zeit gelang doch immerhin eine Vernetzung zu anderen Städten Deutschlands, doch schon beim Verteilen des sechsten Flugblattes wurden die Geschwister Hans und Sophie Scholl erwischt. Sie wurden im Februar 1943 hingerichtet, weitere Todesurtele an Beteiligte wurden im Juli 1943 vollstreckt.

Die weisse Rose

Lena Stolze und Wulf Kessler als Sophie und Hans Scholl in „Die weiße Rose“; Quelle: Filmstarts.de

Der Film erzählt einigermaßen nüchtern und chronologisch die Vorgänge und reißt auch die Diskussionen innerhalb der Gruppe über Formulierungen und politische Richtungen an. Einig war sich die Gruppe im Grunde genommen überhaupt nicht, nur in dem Einen, wie wichtig es ist, den mittlerweile aussichtslosen Krieg möglichst schnell zu beenden und Hitler abzusetzen.Wie mutig sind diese jungen Menschen gewesen, und wie großer Gefahr haben sie sich ausgesetzt, einfach aus dem Grunde, dass sie die Vorgänge in Deutschland nicht ertragen konnten! Und so zeigt dieser Film, wie schwer es war, politisch Rückgrad zu bewahren und sich gegen den Nationalsozialismus zu stellen.

Mich überwältigt jedes Mal der Gedanke, wie es die Nationalsozialisten schafften, nicht nur an den Fronten zu kämpfen, sondern auch in der selben Zeit die Ermordung so vieler Juden voranzutreiben und dazu noch so schnell auf Gegenstimmen innerhalb der Bevölkerung reagieren zu können. Es ist so grässlich. Und so wichtig, das niemals zu vergessen.

 

Der Film erzählt von einer kurzen Zeitspanne in Chet Bakers Leben: Nach einer Drogenkarriere, durch die Baker von seinem Ruhm so gut wie alles einbüßte, werden ihm (vermutlich von Drogendealern) die Zähne eingeschlagen. Seine Karriere scheint dahin, denn ohne Zähne Trompete spielen – wie soll das gehen? Chet Baker gibt jedoch nicht auf und probt trotz heftiger Schmerzen so lange, bis er zu seiner Musikalität zurückfindet. Seine Freundin unterstützt und ermutigt ihn auch zur Weitereinnahme von Methadon.

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Ethan Hawke verkörpert Chet Baker auf überzeugende Weise, und auch die Liebesbeziehung wird auf eine spezielle Art erzählt, die sich erst vom Ende des Films aus komplett erschloss – sehr geschickt und sehr gut erzählt! Die ganze Zeit fragte ich mich, was Elaine (gespielt von Carmen Ejogo) eigentlich an diesem Kerl findet, da er sich nicht im geringsten um ihre Karriere als Schauspielerin schert und auch sonst ihre Liebesbezeugungen mehr hinnimmt, als selbst in Gefühlen zu investieren. Durch ein Eheversprechen, das aber eigentlich ein wenig spät – und damit vielleicht auch nur halbherzig ist – kommt, scheint sich dies vielleicht zu ändern. Doch am Ende zeigt sich Chet Bakers wahre Leidenschaft: die Musik. Und Drogen scheinen notwendig zu sein…

Ethan Hawkes Einsatz war beeindruckend (das ist aber auch ein toller Schauspieler), und singen kann er auch! Das Ende des Films hat mich schwer erschüttert. Ich kann kaum glauben, dass solch künstlerische Entfaltung mit Drogen langfristig möglich ist, es scheint aber in Chet Bakers Fall so gewesen zu sein. Schaut man sich die Fotos bei Wikipedia an, packt einen allerdings das Grauen. Sein Gesicht – als junger Mann soll er als zweiter James Dean bezeichnet worden sein – hat sich mit den Jahren gewandelt zu einem, das schwer gezeichnet von den Drogen einfach nur fertig aussieht. Ein Widerspruch scheint es nicht zu sein: künstlerisch tätig sein und gleichzeitig an der Spritze zu hängen. Ich finde das sehr beunruhigend, und es macht mich sehr traurig.

Insofern war der Film – vor allem durch die schauspielerische Leistung – berührend und lohnenswert.