Archiv für die Kategorie ‘Kultur’

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Dieser Roman wurde schon 1967 veröffentlicht, aber erst 2014 ins Deutsche übersetzt. Besser spät als nie…!!!

An einem Ort am Meer haben sich junge, sehr reiche Leute in den 1920er Jahren ein Anwesen gekauft, um ihre Sommer dort zu verbringen mit Schwimmen, Wasserski fahren, Reiten, Malen und Feiern. Die Bediensteten beobachten das Treiben der Reichen genau und besprechen es untereinander. Zu ihnen gehört auch der Gärtner, der schon seit Jahrzehnten den zugehörigen Garten pflegt, und der sich mit Bediensteten und Herrschaften gleichermaßen gut versteht. Durch seine Schilderungen über sechs Sommer lang lernen wir die Menschen, Tiere und Pflanzen um ihn herum kennen und lieben, wie auch er es tut. Als eine Villa auf dem Nachbargrundstück gebaut wird und ein alter Freund der nachbarlichen Hausherrin einzieht, hat dies grundlegende Konsequenzen…

Der Gärtner hält eine Distanz und filtert doch alle Begebenheiten durch seinen liebevollen und nachsichtigen Blick, hat ein Ohr für jeden, der ein offenes braucht, und pflegt eine gewisse Nachsicht gegenüber denen, die er schonen zu müssen meint. Und gleichzeitig entdecken wir, dass der Garten um ihn herum nicht nur aus den Pflanzen besteht, sondern auch aus dessen menschlicher Bevölkerung, die ebenfalls gepflegt werden muss und den Tieren, die teilweise in ihre Grenzen gewiesen werden müssen, wie beispielsweise der kleine Affe, der zum Amüsement der feinen Gesellschaft an- und abgeschafft wurde. In besonderem Blickpunkt steht die Senyoreta Rosamaria: Sie stammt aus einfachen Verhältnissen und ist durch ihre Heirat zu den „oberen Zehntausend“ gestoßen. Doch bleibt sie abseits, distanziert und kühl, selbst als sie eine Fehlgeburt erfährt, oder ihr Gatte fremd geht. Doch ganz unbeteiligt kann sie nicht bleiben, als im Nachbaranwesen ein Jugendfreund einzieht. Da wir aber immer alles nur durch den distanzierten Blick des Gärtners erfahren, gilt es, sich die Geschichte selbst zusammen zu reimen und aus den Versatzstücken zu erschließen, was sehr reizvoll ist und einiges an Interpretationen zulässt.

Dieser Roman ist ein kleines Juwel. Er scheint handlungsarm und ist doch allumfassend. Er scheint simpel und handelt doch von den kompliziertesten Dingen, die das Leben zu bieten hat, allem voran die Liebe und dem Verlust geliebter Menschen. Es ist ein Roman, den man im Sommer, in einem schönen Garten sitzend am besten lesen kann – oder aber, wenn man es gerade nötig hat, sich in eine solche Welt hineinzuträumen.

Natürlich kannte ich Max Pechstein schon, er ist einer der Brücke-Maler, und im sehr lohnenswerten Berliner Brücke-Museum  habe ich einige seiner Bilder auch schon gesehen. Doch dort war er einer von vielen, und damit kann man ihm nicht so ganz gerecht werden. Um so schöner, dass das Bucerius Kunstforum ihm eine eigene Ausstellung gewidmet hat.

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Bildcollage, gefunden auf der Website des Bucerium Kunstforums

Die Farben sind sicherlich das Auffälligste an Pechsteins Werk, denn die Bilder – vor allem die früheren – sind wunderbar bunt und vermitteln eine zumeist fröhliche Stimmung. Sie sind geprägt von einer lebensbejahenden Grundstimmung, immer auf der Suche nach Harmonie und Natürlichkeit, was man von den Brücke-Malern im Allgemeinen auch kennt. Pechstein Lebensfreude lässt sich vor allem an der Farbe Gelb ablesen; diese Farbe setzte er oft kräftig ein – und es scheint mir seine Vitalität und seiner Lebens- und Schaffensfreude zum Ausdruck zu bringen. Beispielsweise in einem Selbstporträt, das er nach dem Krieg  (und einiger Zeit der Mal-Abstinenz) malte, und in dem seine Aura  förmlich gelb vor neu erwachtem Schöpfungsdrang erstrahlt.

Pechsteins Schlachtruf war „Zurück zur Natur“ – in der unberührten Natur und einem ursprünglichen Verhältnis zur eigenen Natürlichkeit und Sexualität suchte er die Erlösung von gesellschaftlichen Zwängen und von den Erlebnissen im ersten Weltkrieg. Auch dies spiegelt sich zumeist in seinen Ölgemälden wieder. Seine Gefühle, die Zwänge, denen er durch die Kriegszeit ausgesetzt war, zeigt er aber auch in einigen Gemälden: beispielsweise in der Darstellung seines etwas verkniffen aussehenden Schwagers  Harry Kaprolat, der in Hut und Mantel neben einer fest verkorkten Weinflasche sitzt. Friert er? Vielleicht. Die angenehmen Seiten des Lebens scheinen ihm verwehrt, obwohl die Farben eine andere Sprache sprechen. Das Bildnis seines kleinen Sohnes, der verstockt inmitten von Spielzeug sitzt, welches sich ganz offensichtlich nicht zu einem Spiel hinreißen lässt, spricht ebenfalls Bände, wenn man weiß, dass Max Pechstein das Bild 1916 gemalt hat und also auf einen Urlaub vom Kriegsalltag (an der Front vielleicht) keinen Zugang zu seiner Familie findet…

Das für mich aufregendste Bild ist das einer kleinen Dompteurin, die sich den engen Käfig mit 7 Raubkatzen teilt (Die Löwenbändigerin, 1920). Die Dompteurin hat Ähnlichkeit mit den 7 Löwen um sie herum und trägt ein knallrotes Kleid. Auch die Hocker, auf denen die Tiere sitzen, sind knallrot sowie der untere Teil des Bildes. Das Bild strahlt Gefahr, aber auch große Anmut aus, gleichzeitig aber auch etwas Animalisches, das jedoch im sicheren (???) Käfig verwahrt bleibt… So ist es ein ungezwungenes Bild, das gleichwohl auf die Zwänge verweist.

Die späteren Werke fand ich dann nicht ganz so spannend. Max Pechsteins Utopie versuchte er in Pallau (wo er zu Beginn des zweiten Weltkrieges hinreisen konnte, allerdings musste er die Reise wegen des Kriegsbeginns jäh abbrechen)  zu finden, doch das Exotische, das Natürliche, vielleicht die Erfüllung seines Traumes ließ für meinen Geschmack seine Gemälde zu tendenziös wirken. Für mich fehlte dort doch eher das Ursprüngliche – eigentlich merkwürdig.

Es war ein gelungener Ausstellungsbesuch, ich kann ihn nur empfehlen! Bis 3. September ist sie noch zu sehen.

chines_verangenheitEs waren praktische Beweggründe (handlich, leicht), die mich zu diesem Buch aus dem Stapel ungelesener Bücher greifen ließ – es sollte auf einem Kurztrip das Folgebuch sein. Zudem hatte ich es einmal verschenkt, ohne es vorher selbst gelesen zu haben – etwas, das ich mir nur aus guten Gründen erlaube, die in diesem Fall aber nicht vorlagen…

Ein Mandarin aus dem Jahr 1000 reist per Zeitmaschine in das Jahr um 1983 und kommt zudem nicht wie erwartet in China an, sondern in „Min-chen“, sprich, München. Entsetzt stellt er fest, dass in dieser Welt eigentlich nichts mehr so ist, wie er es kennt. Es ist laut durch die fremdartigen ‚Ao-tos‘, in denen sich die ‚Großnasen‘ durch die Stadt bewegen, und es stinkt. Doch da das Ziel seiner zeitlich begrenzten Zeitreise ist, die Zukunft zu erforschen, blickt er mit äußerst fremdartigem Blick auf das Hier und Jetzt. Seine Beobachtungen teilt er einem Freund im zeitlich und räumlich fernen China mit, die Übertragung findet an einem speziellen Platz statt, und auch das Papier dafür ist speziell. Kao-Tai schließt Freundschaft mit einem Historiker, und schon sehr bald findet er auch eine Geliebte. Zudem lernt er einen Förster auf Weiterbildung kennen sowie einen Richter. Und so bekommt er Zugriff auf verschiedenste Lebensbereiche und kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus… Der Clou ist, dass er über die Ao-tos (Autos) genauso ins Staunen kommt, wie über die Rechtsprechung, die er für viel zu lasch hält (keine Todesstrafe oder Verstümmelungen mehr nach Straftaten), über die Anti-Baby-Pille oder über Zaubertricks in einem Stripperladen. Er wundert sich über die entfremdete Arbeit in einer Fabrik und entsetzt sich über den sauren Regen, der die Wälder zerstört.

Dieses Büchlein, das sich wunderbar leicht herunterlesen lässt, ist durch den gefilterten Blick eines Mandarins des 1000. Jahrhunderts sehr vielschichtig, zeigt es uns doch den Spiegel vor das, was besser geworden ist, wie z.B. Demokratie, die der Mandarin nicht kennt und auch befremdet gegenüber tritt, Rechtsprechung oder Gleichberechtigung der Frau, oder das, was schlechter geworden ist, wie die Naturzerstörung. Oder was perverser geworden ist wie entfremdete Arbeit, Fabriken, Industrie, worauf aber gleichzeitig die Annehmlichkeiten des Lebens aufbauen, die der Mandarin aber gerne in Anspruch nimmt. Das Buch hat großen Spaß gemacht zu lesen, zudem ist es eine originelle Idee, die Welt um 1980 aus großer Distanz zu betrachten.

 

Ich muss zugeben: Eigentlich hätte ich ein anderes Stück sehen wollen, das aber leider wegen der Erkrankung einer Schauspielerin nicht statt fand. Als Lückenbüßer wurde nun dies Stück eingesetzt, in das ich nie gegangen wäre. Die Karten waren besorgt, ein Ersatz fand sich nicht, nagut, dann sollte es wohl so sein. Beste Voraussetzungen also, um das Theater komplett begeistert zu verlassen! Denn so war es bei mir.

Ich hatte ehrlich gesagt etwas vergessen, wie unterhaltsam Bertold Brechts Stücke trotz ihrer politischen Aussage doch sind, zumal die Musik von Paul Dessau das ihrige dazu beisteuert! Die Bühne war etwas dunkel, die Kostüme überaus dezent grau in grau oder pastellfarben, was einen sehr gedämpften Eindruck vermittelt. Das passt zur Situation, wir sind inmitten des dreißigjährigen Krieges. Mutter Courage besteht darauf, Profit aus dem Krieg zu ziehen und verliert dabei doch eigentlich alles und merkt es nicht… So ist dies Stück gerade in diesen Zeiten hochaktuell!

Das schwarz gehaltene Bühnenbild war mehr als schlicht, bestand eigentlich nur aus einer Art Manege, oberhalb saßen die Musiker, gerade so, als wären wir in einer Zirkusvorstellung. Es war nur etwas sehr dunkel was etwas ermüdend wirkte (wobei an Schlaf bei dieser schauspielerischen Leistung ganz sicher nicht zu denken war). Die Kostüme hatte ich schon erwähnt, sie ergaben in all ihrer Gedämpftheit eine ganz sinnhafte Ästhetik. Highlights waren die Auftritte des Chores, der ganz wunderbar seine Lieder sang, während die zerstreute Yvette (Victoria Trauttmannsdorff) zwischen den Menschen umherirrte. Ein wunderschönes Bild ergab das!

Gabriela Maria Schmeide gab die Mutter Courage, und das konnte sie, sowohl in leiseren Tönen als auch ziemlich schrillen, aber immer in den richtigen. Dieser Theaterbesuch hat sich sehr gelohnt!

Ich traue mich nicht recht, ein Bild von der Website des Thalia Theaters zu posten (will keine Urheberrechte verletzen), aber schau Dir gern, um einen Eindruck von der Inszenierung zu bekommen, den kleinen Film an (oben rechts).

 

Bella Brown (Jessica Brown Findlay), von der behauptet wird, dass ihr Leben bislang alles andere als normal verlief, bekommt vom Verwalters des Vermieters die Aufforderung, den Garten in Schuss zu bringen. Sie ist zwar im Hause äußerst penibel und zwanghaft auf Ordnung aus, aber die Natur mache ihr Angst. Ihr Leben verlief bislang scheinbar einsam. Sie arbeitet in einer Bibliothek, und in der Freizeit versucht sie, Schriftstellerin zu sein. Kontakte nach außen hat sie keine. Dies ändert sich erst, als – plötzlich – verschiedene Dinge gleichzeitig passieren: Sie kommt in Kontakt zu ihrem schrulligen Nachbarn (Tom Wilkinson) und dessen ebenso exzentrischen Koch (Andrew Scott), der kurz nach deren flüchtiger Bekanntschaft seine Arbeitsstelle ungefragt zu Bella hinüberwechselt. In der Bibliothek trifft sie auf einen eigenen und ebenfalls gestört scheinenden jungen Typ, der Erfinder sein soll. Im Verlauf gibt es also jede Menge Anknüpfungspunkte an exzentrische Begegnungen und seltsamen Dialogen, und inmitten all dessen verwandelt sich das Stück wilder Natur immer mehr in – ja, kommst Du nicht drauf? – in eine Augenweide.

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Guck mal, da geht es schon los: Es regnet in Strömen, aber die beiden Schauspieler (Jessica Brown Findlay, Tom Wilkinson) werden nicht nass! Bildquelle: Filmstarts.de

Na, toll. Trotz der hochkarätigen Besetzung ist der ganze Film am Ende nichts, da das Drehbuch nicht stimmig ist. Ich konnte keiner, aber auch gar keiner Figur irgend etwas von ihrer Eigenheit abnehmen; sei es Bellas zwanghafter Ordnungssinn, der aber gar nicht so zwanghaft scheint, wenn der Koch doch alles vollkrümelt und von ihr keine Reaktion erfolgt; sei es, dass der brummige Nachbar, der ihr immer zugesetzt hat, aus heiterem Himmel liebenswert und umgänglich wird, oder auch dass der Koch gaaanz plötzlich seine jahrelange Stellung von einem Moment auf den anderen hinschmeißt und von Stund an für ein mittelloses Mädchen kocht (und er macht ihr nicht einmal Avancen, wozu er aber eigentlich jede Menge Gründe hätte). Das Zauberhafte, das der Film eigentlich hätte haben sollen und vielleicht auch können, hat sich mir ebenfalls nur als Behauptung vermittelt. Die Eigenheiten der Figuren waren niedlich ausgedacht und hätten, wenn sie denn nicht nur so behauptet daher gekommen wären, eine riesige positive Schlagkraft entwickeln können – allein, ich konnte keiner Figur irgend etwas glauben. Schade, wirklich.

Nachdem ich „Lost in Translation“ von Sofia Copolla gesehen habe, war ich neugierig auf ihren neuen Film, der zudem mit einer tollen Besetzung (Nicole Kidman, Kirsten Dunst) aufwartet…

Der Film spielt während des Bürgerkriegs zwischen den Nord- und Südstaaten in einem fast leeren Mädchenpensionat in South Carolina. Nur 5 Schülerinnen sind nicht wegen des Krieges nach Hause geschickt worden, und eine Lehrerin (Kirsten Dunst) sowie die Schulleiterin (Nicole Kidman) sind mit ihnen in dem Haus. Durch ihr einsames und zurückgezogenes Leben kommt ihnen die Abwechslung, die ein verwundeter Soldat, von einem der Mädchen unweit des Pensionats inmitten der dichten Wälder gefunden und nun von der Leiterin aufgenommen, gerade recht. Er solle zunächst seine Verwundung ausheilen, dann würde man ihn der hiesigen Polizei ausliefern, heißt es zunächst. Der Soldat nutzt jedoch die Gunst der Stunde und schmeichelt sich bei allen Mädchen und Frauen ein. Jede setzt ihre Erwartungen in die Begegnung mit ihm, was ein unausgesprochenes Geheimnis ist. Als sie feststellen müssen, dass ihre Erwartungen allesamt enttäuscht wurden, werden drastische Maßnahmen ergriffen, um der Lage wieder Herr zu werden…

The Beguiled

Filmszene aus „Die Verführten“ mit Colin Farrell und Kirsten Dunst; Quelle: Filmstarts.de

Es sind bestechend wunderschöne Bilder sowohl vom Urwald in den Südstaaten als auch von den Frauen und Mädchen im Haus, die diesen Film atmosphärisch dicht machen. Hinzu kommt das analytische Auge Sofia Coppolas und die großartige schauspielerische Leistung aller Beteiligten, die diesen Film so sehenswert machen. Tolles Kino und eine echt abgefahrene Geschichte, erzählt nach dem Roman A Painted Devil von Thomas P. Cullinan.

Noch mehr Couch-Kino

Veröffentlicht: 15. Juli 2017 in Filme, Kultur

„Memento“ – Film von Christopher Nolan (2001)

Leonard Selby hat durch ein Ereignis sein Kurzzeitgedächtnis eingebüßt. Das Letzte, das er sich merken konnte, ist, dass seine Ehefrau vergewaltigt und ermordet wurde. Nun sinnt er nach Rache.
Das ist aber ziemlich schwierig, wenn man nach fünf oder weniger Minuten schon wieder vergessen hat, was zuvor geschah, und bietet jede Menge Möglichkeiten, in die verschiedensten Fallen zu tappen. Die am wenigsten schlimmste ist vielleicht noch, dass er in einem Hotel zwei Zimmer vermietet bekommt – und der Portier sagt ihm noch frech ins Gesicht, dass er absichtlich doppelt vermietet habe, das steigere den Umsatz, und er, der Mieter, würde es ja eh gleich wieder vergessen haben…

Der Film schraubt sich Stück für Stück im Rückwärtsgang zurück, um die zeitlich letzten Ereignisse, mit denen der Film begonnen hat, nachvollziehen zu können.

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Mithilfe von Tattoos versucht Leonard (Guy Pearce), sich die wichtigsten Fakten zu merken. Aber warum hat er Kratzer im Gesicht? Und was will die Frau hinter seinem Rücken (Carrie-Anne Moss) von ihm, und wer ist sie überhaupt? Szenenbild aus „Memento“, Quelle: Filmstarts.de

Eine originelle Idee ist das für ein raffiniertes Drehbuch. Die Umsetzung ist packend, aber es ist auch anspruchsvoll, dem Film in diesem Rückwärtsgang zu folgen, da wir immer zuerst das Ende der Szene vor dessen Entwicklung dorthin sehen. Warum nimmt die Kellnerin Leonard das Bier, das vor ihm steht, wieder weg? Und warum hat er sich ein Autokennzeichen auf den Oberschenkel gravieren lassen? Es ist ein faszinierender Film, den ich aber gut und gerne noch mindestens ein weiteres Mal sehen müsste, um alle Wendungen zu verstehen. Das werde ich auch tun.

„Wie angelt man sich einen Millionär?“ – Film von Jean Negulesco (1954)

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Schönheitsikonen der 50er Jahre: Marilyn Monroe, Lauren Bacall und Betty Grable. Szenenfoto aus „Wie angelt man sich einen Millionär?“; Bildquelle: Filmstarts.de

Tja, und dann das. Welten!! Und doch nur einen Abend von dem soeben beschriebenen Film später geguckt. Auch nach mehr als 60 Jahre ist dieser Film unterhaltsam, aber auch eigentlich nichts Besonderes. Ich denke, in den nächsten 30 Jahren werde ich den Film nicht nochmal sehen, und danach vielleicht auch nur, wenn mich Alzheimer gepackt hat. Marilyn Monroe: Eine Filmikone. Na gut. Sieht ja auch gut aus. Ein tragisches Schicksal hat sie ereilt, wie so viele Menschen, denen der Ruhm zu Kopf steigt. Das kann ich gut verstehen, ich könnte den auch nicht vertragen!